„So hohen Besuch hatten wir noch nie“

Von: Sarah Maria Berners
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Bundeskanzlerin Angela Merkel suchte auf dem Fliegerhorst in Nörvenich das Gespräch mit Soldaten. Sie ließ sich die Technik der Eurofighter erklären und sah sich auch eine Flugvorführung an. Foto: Sarah Maria Berners
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Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich die Ausrüstung der Piloten zeigen. Begleitet wurde der Besuch von Kommodore Stefan Kleinheyer (2.v.r)und Generalleutnant Karl Müllner (r.).

Nörvenich. „Das ist für uns schon ein aufregender Tag“, sagt Alina Horn, luftfahrttechnische Offizierin beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“. Ihr Kollege Patrick Belting, der als Fluglehrer arbeitet, spricht von einem „Privileg“.

Die beiden „Boelcke“-Angehörige durften Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag persönlich kennenlernen und ihr in der Instandsetzungshalle auf dem Fliegerhorst den Eurofighter erklären. „Die Kanzlerin war sehr interessiert und hat viele Fragen gestellt, auch zu unseren persönlichen Werdegängen“, erzählt Patrick Belting. Er und seine Kollegin haben der Kanzlerin unter anderem die Waffensysteme des Kampfflugzeuges und das Radarsystem erläutert.

Am Montag gegen 14 Uhr war die Kanzlerin mit einer „Global 5000“ auf dem Rollfeld gelandet. Ein ganzer Tross Journalisten stand bereit: Fernsehteams großer Sender und bekannter Sendungen wie der Tagesschau waren mit ihren Übertragungswagen gekommen, Mitarbeiter von Zeitungen und Radiosendern hielten Kameras und Mikros bereit.

„So hohen Besuch hatten wir hier noch nie“, sagte Thomas Hohlbein, der Sprecher des Geschwaders. Dementsprechend hoch waren auch die Sicherheitsvorkehrungen, die auf dem Militärgelände ohnehin schon sehr streng sind: Ein Spürhund untersuchte die Kamerataschen der Reporter ganz genau, alle Personen wurden intensiv abgetastet. Die Zahl der angemeldeten Journalisten lag laut Geschwader „im höheren zweistelligen Bereich“.

Der Termin war minuziös durchgetaktet, und die Soldaten des Geschwaders hatten einiges an Zeit in die Vorbereitung investiert – allerdings war der Besuch nicht kurzfristig anberaumt worden, und es gab ausreichend Vorbereitungszeit. Mit größeren Veranstaltungen habe man schließlich auch schon Erfahrungen gesammelt. Eine „gesunde Anspannung“ lag dennoch in der Luft.

In der Instandsetzungshalle hatte das Geschwader alles für die Ankunft der Bundeskanzlerin vorbereitet. Eurofighter waren aufgestellt, technische Spezialausrüstung lag als Anschauungsmaterial bereit.

Aber Angela Merkel bekam die Flugzeuge nicht nur in der Halle zu Gesicht – sondern auch in Aktion. Die Kanzlerin beobachtete, wie die Eurofighter steil in die Luft aufstiegen, und sah auch die Flugzeuge, mit denen das Geschwader im vergangenen Jahr den Luftraum im Baltikum gesichert hatte.

Abschließend kam die Kanzlerin mit etwa 40 Soldaten zu einer Gesprächsrunde zusammen. „Ich möchte mich erkundigen, wie die Gemütslage bei ihnen ist“, sagte Merkel zur Eröffnung des Gespräches, das dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. In dem Gespräch sollte es um die Eindrücke und Erfahrungen aus zurückliegenden und aktuellen Einsätzen gehen – national und auch international. „Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so viel Zeit nimmt. Das war sehr nett“, resümierte ein Soldat nach dem Termin mit dem Gast aus Berlin.

„Ich bedanke mich für den Einblick in die Tätigkeit der Luftwaffe und insbesondere in die Tätigkeit derer, die die Eurofighter in den unterschiedlichen Aufgabengebieten fliegen“, sagte Merkel nach den Gesprächen. „Ich konnte mich davon überzeugen, dass hier auf hohem und höchstem technischen Niveau gearbeitet wird“, lobte die Kanzlerin die „anspruchsvolle Arbeit“ der Piloten und des technischen Personals sowie des medizinischen Dienstes. Und: „Mich hat die Motivation der Soldatinnen und Soldaten beeindruckt.“

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