„Smurfit Kappa“ benötigt ein neues Lager

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
12290859.jpg
Um eine neue Lagerhalle bauen zu können, möchte die Firma „Smurfit Kappa Rheinwelle“ Teile der Landrat-Kaptain-Straße und der Straße Stegbenden kaufen und überbauen. Foto: Berners

Kreuzau. Wenn eine Papierfabrik die Kreuzauer Politik beschäftigt, dann ist es in der Regel die Niederauer Mühle. Im Bau- und Planungsausschuss am Montag, 30. Mai, wird jedoch ein Antrag von „Smurfit Kappa Rheinwelle“ diskutiert. Die Papierfabrik möchte ihre Lagerkapazitäten erweitern.

Um die Pläne realisieren zu können, müsste sie der Gemeinde ein Stück Straße abkaufen.

Der Bau von Lagerflächen ist für die Firma nach eigenen Angaben dringend erforderlich. Maximal 1000 Paletten können der Firma zufolge im Kreuzauer Werk derzeit gelagert werden. Da die Versandzeiten aus Lärmschutzgründen auf die Zeit von 6.30 bis 20 Uhr begrenzt sind, spricht das Unternehmen von enormen Herausforderungen für die Logistik. „Auf der anderen Seite steigen die Anforderungen der Kunden an eine Lagerhaltung ständig“, erklärt die Firma in ihrem Antrag. Die Produktvielfalt nehme zu, die Bestellzeiten verkürzten sich. Verpackungshersteller müssten heute eine hohe Flexibilität und Lagerhaltung aufweisen. „Das Werk Rheinwelle benötigt vor diesem Hintergrund Lagerflächen für 13.000 Paletten“, unterstreicht die Firma. Aktuell müssten diese extern zugekauft werden, was „signifikante Auslagerungskosten“ verursache und einen Wettbewerbsnachteil darstelle. Um im Wettbewerb mithalten zu können, sei die Erweiterung der Lagerfläche demnach notwendig. Nur so könne der Standort langfristig weiterentwickelt und die Ertragslage verbessert werden.

Eine Option direkt verworfen

„Smurfit Kappa“ möchte Lagerflächen in unmittelbarer Nähe zur Produktion schaffen. Da das Werk jedoch mitten im Ort liegt, ist dieser Plan nicht ganz einfach zu realisieren. Zwei Optionen hat das Unternehmen ausgearbeitet, von denen es eine gleich wieder zurück in die Schublade stecken möchte: Einer südlichen Erweiterung stehen nämlich diverse Gebäude, unter anderem eine Bäckerei, im Weg. Mit fünf Eigentümern müssten Einigungen zum Erwerb von Grundstücken erzielt werden, die Bäckerei müsste verlagert werden. Aus diesen (Kosten-)Gründen sowie aus logistischen Gründen schließt die Firma diese Idee aber aus.

Bleibt die zweite Option: Für diese könnte die Papierfabrik Flächen nutzen, die bereits in ihrem Besitz sind. Zusätzlich müsste sie aber 1500 Quadratmeter von der Gemeinde erwerben. Dabei handelt es sich um Teile der Landrat-Kaptain-Straße und der Straße Stegbenden. Von dort könne die Logistik direkt an die bestehende angebunden werden. Die Pläne sehen vor, dass Teile der beiden Straßen überbaut werden und dann nicht mehr für den allgemeinen Verkehr zur Verfügung stehen. Beide Straßen würden zu Sackgassen – die Straße Stegbenden in Höhe „Im Kämpchen“ und aus südlicher Richtung.

Rund 50 Laster steuern das Werk nach Firmenangaben täglich an. Sie kommen aus südlicher Richtung über die Alte Gasse und Stegbenden an und verlassen das Werk über Stegbenden und die Friedhofsstraße in Richtung Dürener Straße. Die Zahl der Laster soll sich mit den Lagerplänen nicht verändern, allerdings würden die Laster nicht mehr in nördliche Richtung wegfahren können. Die beladenen Lkw würden auf dem Werksgelände rangieren und das Werk so verlassen, wie sie angekommen sind (Stegbenden, Alte Gasse). Das hat zur Folge, dass einige Kreuzauer entlastet würden, der Verkehr auf Stegbenden und der Alten Gasse jedoch steigen würde. Auswirkungen hätte das neue Lager auch auf die Parkplätze der Mitarbeiter, denn bestehende Flächen würden wegfallen. Für diese will die Firma aber Alternativen suchen und hat in der Nähe der Hochspannungsleitung sowie der alten Gärtnerei bereits Optionen entdeckt. Die verfügbare Fläche will „Smurfit Kappa“ bestmöglich ausnutzen. Die Lagerhalle soll eine Höhe von sieben Metern haben, so dass mehrere Paletten übereinandergestapelt werden können.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert