Skulpturenpark in Nideggen wächst

Von: Bruno Elberfeld
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Sebastian Götze, Hans Rövenich, Uli Laube, Horst Götze und Linecker Bongumba (v.l.) bereiten den Skulpturenpark auf die Eröffnung vor. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Die Geschichte des ehemaligen Kurparks in Nideggen am Zülpicher Tor ist lang. Die Villa eines Dürener Fabrikanten thronte bis nach dem Krieg über der anheimelnden Mulde. Ein Teehäuschen lud zum Verweilen ein. Junge Leute lernten sich kennen und kamen sich näher.

Wenn die alten Bäume erzählen und schreiben könnten, könnten sie viel Papier mit gefühlvoller Lyrik und romantischen Liebesabenteuern füllen. Seit Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts beherrschen betonierte Terrassenbauten die ehemals anheimelnde Senke.

Seit einem Jahr wird gearbeitet

Die Geschichten, wenn es überhaupt noch welche gab und gibt, waren und sind nicht mehr so ganz romantisch. Ein Mountainbike-Park wurde ins Auge gefasst und wieder verworfen, die Pläne für einen Mehrgenerationenpark sind die Druckerschwärze auf dem Papier nicht wert. Jetzt aber wird es endlich konkret: Es tut sich etwas im ehemaligen Kurpark. Vor anderthalb Jahren entschied der Kunst- und Museumsverein Nideggen, an dieser historischen Stelle einen Skulpturenpark zu errichten.

Seit einem Jahr sieht man Horst Götze, Hans Rövenich, Uli Laube, Sebastian Götze und Linecker Bongumba, in diesem Gelände schuften: Rodungen waren notwendig – natürlich mit Genehmigung der Stadt. Es wurde geschnitten und gesägt, so dass die Besucher heute wieder die Burg sehen können. Morsche Holzpalisaden werden noch gegen Betonpalisaden ausgetauscht. Gehwegplatten wurden neu gelegt.

1000 Blumenzwiebeln

1000 Zwiebeln verschiedener Blumensorten, die entsprechend der Jahreszeit ihre Blütenpracht entfalten, sind unter der Erde. Etwa 500 andere Pflanzen erwarten die Abdeckung mit Mulch. Und was ist mit den Skulpturen? Fünf Stahlbetonsockel harren der ersten Skulpturen, die spätestens zur Eröffnung auf ihnen festgemacht werden sollen. Künstler, die ihre Skulpturen aufstellen möchten, können sich beim Kunst- und Museumsverein oder direkt bei der Vorsitzenden des Vereins, Muna Götze, melden.

Noch ein Aufruf: Gesucht werden Graffiti-Künstler, die eine große Betonwand im Park gestalten dürfen. Das Material für ein Treppengeländer hat eine Firma schon gespendet. Horst Götze wird die Rohre befestigen und verschweißen. „Ohne Material- und Geldspenden könnten wir den Skulpturenpark nicht verwirklichen.“ Der Verein ist auch auf weitere Spenden angewiesen, um die nachfolgenden Arbeiten fortsetzen zu können.

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