Skulpturen aus Bronze, Aluminum und Eisen im Atelierhaus in Nideggen

Von: Bruno Elberfeld
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Laudatorin Dr. Dorothea Eimert, Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges (Vertreterin von Prof. Benno Werth), Günther Czarnetta und Muna Götze eröffneten die Ausstellung. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Laudatorin Dr. Dorothea Eimert machte neugierig auf ein Mehr an Kunst, einer Kunst, die aus unterschiedlichen Motiven heraus geschaffen wurde und die demzufolge auch aus vielen unterschiedlichen Perspektiven von den Besuchern im Nideggener Atelierhaus Götze betrachtet werden können.

Professor Benno Werth, bei der Ausstellungseröffnung von seiner Lebensgefährtin Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges vertreten, präsentiert Skulpturen aus Bronze, Aluminium und Eisen. Direkt ins Auge fällt seine „Torso Fantasia“, die den weiblichen Oberkörper auf geometrische Ausmaße reduziert. Außerdem sind verschiedene Würfel, Türme aus Aluminium und Bronze zu bewundern.

„Ewige Geometrie“

Werths Philosophie ist die „Ewige Geometrie“, die weltweit überall drein steckt. Nimmt man ein Objekt Werths in die Hand, so sucht man vergeblich nach Schweißnähten. Schon 1962, berichtete Dorothea Eimert, langjährige Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums in Düren, erfand der weit über die Grenzen hinaus renommierte Künstler dieses neue Verfahren, das als „Subtraktiv Gussverfahren“ heute von den Fachleuten geschätzt wird.

Sehr wichtig, was die Laudatorin auch den beiden Mitausstellern attestierte: In jeder Skulptur, in jedem Gemälde schauen Geist und Seele durch. „Die Materie ist nicht tot, sie lebt“, rief Dr. Eimert die neuesten Erkenntnisse der Naturwissenschaften ins Gedächtnis der Gäste.

Vielfalt auf Leinen

Günther Czarnetta, seiner Profession nach Textilingenieur und ehemaliger Designer einer Dürener Teppichfabrik, stellt Gemälde aus. Der Untergrund ist Leinen. Auf dem Leinen jedoch sind die verschiedensten Materialien in unterschiedlichen Zusammensetzungen verarbeitet: Oel und Kreide, Aquarelle pur, Aquarelle und Kreide und Bleistift sowie Aquarelle mit Bleistift.

Czarnettas Gemälde, mittel- und kleinformatig, sind hinter Glas in Rahmen eingepackt. „Ohne Rahmen und Scheibe“, erläutert der Maler, „ist das kein richtiges Bild.“

Czarnettas Motive kommen aus der Natur, sind Landschaften, Ausschnitte von Landschaften, Steinformationen und Blumen. „Ich bin von Günther Czarnettas Werken fasziniert“, gesteht Dr. Dorothea Eimert in ihrer Laudatio, „weil sie mit Akribie, Sorgfalt und großem Können auf die Leinwand gebannt sind.“ In den Gemälden scheine die Liebe des Künstlers zur Natur durch. Nach meditativer Betrachtung könne man gleichsam, so Eimert weiter, die Aura eines Baumes erspüren. Die Mitausstellerin und Besitzerin des Ateliers, Muna Götze, bezeichnete Dr. Dorothea Eimert als Vermittlerin zwischen Deutschland und Arabien. Muna Götze, in Gaza geboren, mit ihrer Familie aber schon seit Jahren in Nideggen wohnt, spiele auf ihren Acrylgemälden mit Licht und Schatten.

Ungewöhnliche Wirkung

Zu der Grundmasse Acryl mischt die Malerin immer wieder Stoffe, die ihr im Alltag begegnen, und erreicht damit ungewöhnliche Wirkungen. Die stark strukturierten Bilder treten mit dem Betrachter in einen Dialog.

Für die musikalische Begleitung sorgte Heinrich Preisner auf seiner Klarinette. Geöffnet ist das Atelierhaus Götze, Auf der Erdmaar 41, bis zum 12. November 2013, montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr.

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