Skateranlage: Polizei registriert zunehmend Sachbeschädigungen

Von: nh
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Benutzer sollen möglichst selbst dafür sorgen, dass die Langerweher Skateranlage und deren Umfeld kein Tummelplatz für Vandalen wird.

Langerwehe. Sie hat sich - wie von manchem befürchtet - zum Magneten gemausert. Nicht nur aus dem Töpferort kommen die Benutzer der Skateranlage auf dem Gelände der Gesamtschule, auch von Hücheln und Weisweiler bis hin nach Düren ist sie gefragt. Vor allem in den wärmeren Monaten findet sie immer stärkeren Zulauf.

„Oft sind dann mehr als 50 Personen - von Kindern und Jugendliche bis zu Erwachsenen - hier. Man weiß einfach, dass da was los ist”, hat nicht nur Hans Jansen beobachtet.

Der Bezirkspolizist freut sich mit den Nutzern über die Möglichkeiten, die diese Anlage bietet: Hier können die „Laien” Tipps bekommen und Erfahrungen sammeln, „Profis” ihre Fahr- und Springkünste perfektionieren.

Dem lachenden Auge des Polizeihauptkommissars steht das Weinende gegenüber: Der beliebte Treffpunkt zieht auch immer wieder Leute an, die wenig Respekt vor fremdem Eigentum zeigen. Folge: Sachbeschädigungen, Streitereien, Randale, Körperverletzungen und Ruhestörungen stehen in Jansens Einsatzbuch des zweiten Halbjahres 2008.

Waren Ordnungshüter zwar nicht unbedingt häufiger gefragt als vorher, so steigerte sich aber die „Qualität der Vergehen”. „Und dieser Trend könnte sich demnächst verstärkt fortsetzen”, blickt Jansen mit Sorgenmiene in die Zukunft. Dann wären neue Probleme zu erwarten.

„Qualität” - das heißt: Graffiti-Schmierereien an der benachbarten Wehebach- sowie Gesamtschule, eingeschlagene Scheiben, zerschnittene Zäune, Verunreinigungen durch Müll; und das Schild mit der Benutzungsordnung wurde kurzerhand entwendet. Einmal, so weiß Franz-Josef Löfgen, „tanzte” jemand derart heftig auf einem Autodach herum, dass dieses die Sitzflächen berührte. Folge: Totalschaden.

Nicht nur der Bürgermeister vermutet allerdings , dass „Störer” in den seltensten Fällen aus dem Kreis der Anlagenbenutzer stammen.

Was die Skateranlage selbst betrifft, tummeln sich dort immer wieder Roller- und sonstige Zweiradfahrer, die die Rampe „testen”, was natürlich nicht erlaubt ist.

Hans Jansen: „Eine Dauerpräsenz von Polizei und Ordnungsamt ist nicht machbar. Deshalb müsste die Skateranlage dringend videoüberwacht werden.” Was (nicht nur) der Bezirksbeamte aber für noch wichtiger hält: Die Skateranlage müsste während der Nutzungszeiten nach Unterrichtsschluss besser kontrolliert werden - möglichst in Selbstverwaltung durch die Sportler.

Das sieht auch der „Runde Tisch Exmouth-Platz” so. Jochen Bauer und Sandra Ahrendt-Ilsemann vom Verein „Jugend in Langerwehe” (JiL) wollen ihre guten Kontakte zu jungen Leuten zu nutzen versuchen, um „Paten” für die Anlage zu gewinnen; aber auch die übrigen „Tischteilnehmer” sinnen nach Lösungen, damit die Skater weiter in Ruhe ihrem Hobby frönen und ungebetene Gäste keinen Unsinn anstellen können.

Eines ist schon klar: Der Skaterbereich wird in Kürze von einem Videoauge scharf bewacht, bestätigt Löfgen. „Wir müssen die Aktivitäten dort in Bahnen lenken, dass es möglichst keine Schäden und Randale mehr gibt. Es darf auch nicht sein, dass der benachbarte Exmouth-Platz von der Bevölkerung gemieden wird, weil man sich dort unsicher fühlt!” Auch für die Wehebachschule denkt man an eine Kamera.

Und: Die Polizei fährt weiter rund um diesen Bereich Streife - ergänzt von Mitarbeitern des Außendienstes des Gemeindeordnungsamtes.

Für eine Video-Überwachung nach Unterrichtsschluss macht sich auch die Gesamtschule stark. „Wir haben ohnehin durch die Skateranlage schon einen erhöhten Aufsichtsaufwand und müssen regelmäßig nachschauen, dass es keine Schäden an Personen und Sachen gibt”, beklagt Lehrer Heinz-Georg Bock von Wülfingen. Dem schließt sich Dr. Hildegard Haubner-Moya für die Grundschule an, „wenn die Kamera der Sicherheit der Schüler und Schule dient.”
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