Niederzier/Oberzier - Sitzungen und Orden: Kooperation zwischen Oberzier und Niederzier

Sitzungen und Orden: Kooperation zwischen Oberzier und Niederzier

Von: Jörg Abels
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Mädels aus Oberzier und Niederzier tanzen seit dieser Session gemeinsam: Im Bild ist die Juniorengarde der neuen Tanzsportgemeinschaft.

Niederzier/Oberzier. „Die Chemie zwischen beiden Vereinen stimmt einfach“, betont Jacky Didolff, Präsident der KG „Frohsinn“. Das ist die Grundlage, dass die Karnevalisten in Niederzier und Oberzier etwas gewagt haben, was früher angesichts der Rivalität in den Vereinen beider Orte kaum möglich gewesen wäre: eine weitgehende Kooperation.

Die Oberzierer KG „Frohsinn“ und die Niederzierer KG „Fidelio“ haben zwar ihre Eigenständigkeit behalten, sie ziehen seit dieser Session aber auf vielen Ebenen an einem Strang. „Nach einem erfolgreichen Testlauf mit gemeinsamen Veranstaltungen an den Karnevalstagen in der ‚Neuen Mitte‘ haben wir uns entschlossen, erstmals auch die Sitzungen gemeinsam auszurichten“, erklärt der „Fidelio“-Chef Johannes Komp.

Beide Präsidenten verhehlen dabei nicht, dass rückläufige Besucherzahlen bei steigenden Kosten den Schritt forciert haben. Aus zwei Sitzungen eine zu machen, kam aber trotzdem für die beiden Vereine nicht infrage, zumal jeder von ihnen seit vielen Jahren bereits in Kooperation mit anderen KGs sogenannte Ringsitzungen organisiert, um bekannte Kräfte aus der Hochburg Köln aufs Land zu lotsen. Daher entschlossen sich die Vorstände, mit der Zusammenarbeit die Strategie zu ändern. So laden sie am 9. Januar zunächst zu einer Kostümsitzung in die Aula der Gesamtschule ein, um dann am 23. Januar im Festzelt in der „Neuen Mitte“ erstmals eine Herrensitzung anzubieten.

„Wir wollen es einmal mit diesem neuen Format probieren“, betont Didolff. Man habe sich bewusst gegen eine weitere Damen- und für eine Herrensitzung entschieden, erklärt Komp, auch weil deren Zahl in der Region überschaubar ist. Weitere gemeinsame Veranstaltungen folgen an den „tollen Tagen“, angefangen mit der Eröffnung des Karnevals an Weiberfastnacht ab 11.11 Uhr im Festzelt.

Aber die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht nur auf die Veranstaltergemeinschaft, auch im Jugendbereich arbeiten beide Gesellschaften seit diesem Jahr zusammen. Um in allen Altersklassen ein gutes Angebot unterbreiten zu können, haben sie die erste Tanzsportgemeinschaft (TSG), im Regionalverband Düren gegründet. Über 80 Kinder und Jugendliche, vor allem Mädchen, trainieren nicht nur unter einem Dach, sie vertreten auch bei Turnieren die Farben der TSG.

Die Kooperation im Tanzsport findet sich auch im zweiten gemeinsamen Motto beider Gesellschaften wieder: „Zesamme danze mir, in Ovve- on en Neddezier“, das auch den ersten gemeinsamen rot-weiß-blauen Sessionsorden ziert. Dass die Kooperation durchdacht ist, zeigt sich an Kleinigkeiten. Natürlich können nicht mehr alle Mariechen auf der Sitzung tanzen. „Sie werden jetzt einen Gardetanz zeigen, in dem Passagen aus jedem Mariechentanz vorkommen“, kündigt Jacky Didolff ein weiteres Novum an.

„Bislang hat alles gepasst“, freut sich Johannes Komp. Jetzt blicken beide Präsidenten mit ihren Mannen gespannt auf die beiden Sitzungen im Januar und auf die Resonanz in der Bevölkerung. Noch gibt es Karten, vor allem für die Herrensitzung.

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