Silvesterböller verletzen Passanten

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Düren. Weil drei junge Männer am Mittwochnachmittag Silvesterböller in der Fußgängerzone an der Dürener Wirtelstraße gezündet hatten, sind zwei Frauen verletzt worden.

Sie klagten laut Polizei über Beeinträchtigungen ihres Gehörs.

Die Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren hatten gegen 15 Uhr einen pyrotechnischen Sprengsatz mit dem Namen „Urknall-Böller” aus dem Eingang eines Kaufhauses in die Fußgängerzone geworfen - der Böller landete direkt neben dem Kinderwagen eines acht Monate alten Kleinkinds. Zwei Frauen im Alter von 31 und 56 Jahren klagten anschließend bei der Polizei über Beeinträchtigungen ihres Gehörs und wollten einen Arzt aufsuchen.

Obwohl die drei Männer flüchteten, konnte der 19-jährige Werfer durch Zeugen gestellt und der Polizei übergeben werden. So wurden auch die Personalien der beiden übrigen Männer bekannt.

Nach Angaben des 19 Jahre alten Mannes handelte es sich bei dem gezündeten Gegenstand um einen durch den 20-Jährigen in Polen erworbenen Böller, über dessen Wirkung er sich nicht im Klaren gewesen sei.

Gegen die Männer wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Die Polizei warnt nochmals eindringlich vor der Verwendung nicht zugelassener Feuerwerkskörper. Es müsse mit erheblichen Verletzungen in Form von Hörbehinderungen, Verbrennungen, Splitterverletzungen bis hin zum Verlust von Gliedmaßen und dem Verlust des Sehvermögens gerechnet werden.

Zugelassene pyrotechnische Kracher weisen ein Zulassungszeichen (BAM-Nummer) auf, wobei auch bei deren Verwendung die gesetzlichen Vorgaben zum Zeitpunkt der erlaubten Nutzung sowie zum Alter des Anwenders dringend beachtet werden müssen.
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