Sieben Monate auf Bewährung für Verkehrs-Rowdy

Von: hp
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Ein 37-Jähriger aus Langerwehe hatte den Fuß eines Schülers überfahren und ihn anschließend angegriffen. Nun ist er verurteilt worden. Symbolbild: dpa Foto: dpa

Düren/Langerwehe. Ein nicht alltäglicher Zwischenfall vom Dezember 2015 vor einer Schule an der Burgauer Allee in Düren beschäftigte am Donnerstag das Dürener Schöffengericht. Damals waren ein inzwischen 37 Jahre alter Mann aus Langerwehe sowie zwei heute 18-jährige Schüler aneinander gerasselt.

Genau genommen war noch ein dritter jüngerer Schüler dabei, der allerdings in dem Prozess allenfalls eine Nebenrolle spielte, weil er nur als Fußgänger, nicht aber an dem eigentlichen Geschehen beteiligt war. An jenem 9. Dezember vor anderthalb Jahren waren die beiden Klassenkameraden gegen 13.15 Uhr nach der Schule zu Fuß auf der Burgauer Allee unterwegs. In gleicher Richtung fuhr ein Pkw, der nach Angaben der Zeugen „deutlich schneller als mit Schrittgeschwindigkeit“ unterwegs war.

Als Auto und Fußgänger sich auf gleicher Höhe befanden, soll es dann passiert sein: Einer der Schüler behauptet, sein Fuß sei vom rechten Vorderrad des Wagens überrollt worden. Beim Versuch, sich selbst von dem Fahrzeug wegzustoßen, habe er sich zudem an einem Finger eine Prellung zugezogen. Nachdem er über den Fahrer laut geschimpft habe, sei dieser dann ein Stück weiter mit dem Wagen stehen geblieben, ausgestiegen und habe ihn bedroht.

Dies bestätigte sein Schulfreund, der versucht habe, dazwischen zu gehen, aber weggeschubst wurde. Sein direkt betroffener Freund klagte nach dem Zwischenfall außerdem über einen schmerzenden großen Zeh sowie über Nackenschmerzen. Der Angeklagte wollte zu Beginn des Prozesses zunächst gar nicht der Fahrer des besagten Pkw gewesen sein, räumte dies aber später ein.

Den Unfall mit dem überrollten Fuß bestritt er ebenso, wie einen Schlag in den Nacken des Schülers. Er habe ihn nur am Halskragen gepackt. Das Gericht unter Vorsitz von Richterin Verena Neft verurteilte den 37-Jährigen wegen Nötigung, fahrlässiger (beim Unfall) sowie vorsätzlicher Körperverletzung (beim Gerangel) sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten.

Erschwerend kam hinzu, dass der Angeklagte ein paar Wochen vor der Tat vom Amtsgerichts Düren wegen eines Verkehrsvergehens zu 120 Tagessätzen verurteilt worden war. Zu den Bewährungsauflagen gehören 50 Sozialstunden. Darüber hinaus wird das Straßenverkehrsamt angewiesen, eine neue Fahrerlaubnis nicht vor Ablauf eines weiteren Jahres zu erteilen.

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