Sicherheit: Rat soll über Poller diskutieren

Von: cro
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Mit steuerbaren Pollern soll die Innenstadt bei Großveranstaltungen geschützt werden. Foto: Krömer

Düren. Die CDU will versenkbare Stahlpoller in den Zufahrtsstraßen zur Innenstadt installieren lassen. Der Schutz der Besucher auf Großveranstaltungen vor möglichen Anschlägen mit in die Menge rasenden Fahrzeugen ist ein Beweggrund.

Auch seien die momentanen Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen wie Stadtfest und Weihnachtsmarkt zu aufwendig und zu teuer – langfristig wären die Poller die sinnvollste Lösung, argumentiert die CDU.

Etwa 30.000 Euro würden elektrisch versenkbare Stahlpoller kosten, sagt Fraktionschef Stefan Weschke. Die Ausgaben für zusätzliche Sicherheit beim vergangenen Stadtfest hätten bei gut 20.000 Euro gelegen. Etwa 16.000 Euro entfielen auf externe Dienstleister zum Beispiel für Sicherheitspersonal, gemietete Transporter und Wassertanks, die Zufahrten blockieren. Städtisches Extrapersonal kostete nochmals gut 4000 Euro. Nach den Terroranschlägen mit Lastkraftwagen in der jüngsten Vergangenheit (Nizza, Berlin, Barcelona) setzen Kommunen bei der Sicherheit auf großen Festen andere Maßstäbe. Das Landesinnenministerium hatte dies – ohne Vorschriften – ebenfalls empfohlen.

Die Poller würden laut Weschke bei einem Tempo von bis zu 80 Kilometern in der Stunde acht Tonnen aushalten. „Das zeigt, dass die Poller mehr aushalten würden als eine Transporter-Blockade, zumal Tempo 80 in den Zufahrtsstraßen gar nicht erreicht würde“, betont er. „Und bei der Zahl der Großveranstaltungen in Düren würde sich die Investition lohnen und die Organisation erleichtern.“

Wie viele Poller für Köln-, Ober- und Weierstraße beziehungsweise alle Zufahrtsstraßen rund um den Markt benötigt würden, ist nach Aussagen des Fraktionschefs noch offen. Die genauen Berechnungen solle die Stadtverwaltung vornehmen. Grundsätzlich müssten die Poller laut Weschke etwa in einem Abstand von 1,80 Meter installiert werden. „Wir hoffen, dass die Idee schon im kommenden Jahr umgesetzt wird“, sagt der Politiker.

Idee schon im Winter besprochen

Henner Schmidt, Sprecher der „Ampel“-Fraktion im Rat, geht von einer einmaligen Investition von etwa 200.000 bis 250.000 Euro aus. „Vom Grundsatz her muss man über die Idee nachdenken. Die Sicherheitskosten liegen bislang pro Jahr bei 50.000 bis 70.000 Euro“, sagt Schmidt. Der SPD-Politiker betont, dass die Idee nicht neu ist: Bei der Diskussion um die Sicherheit beim Weihnachtsmarkt habe er mit Rainer Guthausen, CDU-Fraktionsvize und IG-City-Vorsitzender, bereits über Poller gesprochen. Für Schmidt hat der Vorschlag zudem den Vorteil, auch den Dürener Wochenmarkt zu schützen – nicht nur die Großveranstaltungen.

Mit dem jetzigen Antrag der CDU müssten die technischen Details seitens der Verwaltung erst einmal erörtern werden. Von der Stadt Düren war am Freitag kein Ansprechpartner erreichbar. Der Antrag der CDU steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Mittwoch, 11. Oktober, 17 Uhr im Rathaus.

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