Düren - Servicekräfte sollen Düren sicherer machen

Servicekräfte sollen Düren sicherer machen

Von: Jörg Abels
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Auf Streife an ihren bordeauxroten Baretts gut zu erkennen: Die Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Stadt Düsseldorf. Foto: Stadt Düsseldorf

Düren. Die Dürener CDU möchte mit stärkerer Präsenz von Ordnungskräften das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Stadt stärken. Einstimmig hat der Stadtparteivorstand beschlossen, die Themen Sicherheit und Ordnung stärker in den Fokus zu rücken.

„Wir möchten, dass nach dem Modell der Stadt Düsseldorf, Servicekräfte zusätzlich zur Polizei und zum Ordnungsamt für Sicherheit und Ordnung in Düren“, erklärt der Stadtparteivorsitzende Thomas Floßdorf. Mit dem Fraktionsvorsitzenden Stefan Weschke will er einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einbringen.

In Gesprächen mit Bürgern habe sich immer wieder gezeigt, dass sich viele Menschen in der Stadt nicht mehr wohl und sicher fühlen, begründen die Christdemokraten ihren Vorstoß. Sie verweisen darauf, dass ein System mit Sicherheitspartnerschaften zwischen Polizei, Ordnungsamt und neu zu schaffenden Servicekräften in der Landeshauptstadt Düsseldorf bereits seit 15 Jahren erfolgreich umgesetzt wird.

Düsseldorf war 1998 eine der ersten deutschen Kommunen, die sich entschieden hat, mit einem offensiv ausgerichteten Ordnungs- und Servicedienst (OSD) ein Zeichen für Sicherheit und Ordnung zu setzen. Seitdem gehen OSD-Außendienstler werktags von 7 bis 1.30 Uhr und am Wochenende von 9 bis 1.30 Uhr in wechselnden Schichten auf Streife, dirigiert per Funk von einer eigenen Leitstelle.

Auf Grundlage der Düsseldorfer Straßenordnung kümmert sich der OSD um die Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt. Untersagt sind in der Landeshauptstadt das achtlose Wegwerfen von Abfällen, das Beschmutzen, Beschmieren, Bekleben und Bemalen von öffentlichen Einrichtungen wie Verkehrszeichen, Denkmälern, Wänden, Bauzäunen, Schildern, Masten und Bänken. Weiterhin überwacht der OSD die Anlagen des Öffentlichen Personennahverkehrs und Grünanlagen.

Die Mitarbeiter gehen gegen Wildpinkler ebenso vor wie gegen aggressiv bettelnde Zeitgenossen, sie haben aber auch ein Auge auf Hundehalter und ihre Vierbeiner, überwachen das Gewerbe und betreuen Großveranstaltungen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit sind der Jugendschutz und – nicht zu vergessen – der Bürgerservice. Einheimische und Gäste der Stadt können die an ihren Uniformen und Mützen gut erkennbaren OSD-Mitarbeiter jederzeit, vor allem auch in Notlagen ansprechen. Auch gibt es regelmäßige Bürgersprechstunden.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben dürfen die Außendienstler auf Grundlage verschiedener Gesetze Menschen befragen, anhalten, festhalten, durchsuchen, des Platzes verweisen und auch in Gewahrsam nehmen. Im Einzelfall dürfen auch Personalien erhoben oder Sachen sichergestellt werden. Vor allem aber darf der OSD Bußgeldverfahren einleiten und Verwarnungsgelder erheben. Teilweise sind OSD-Mitarbeiter in Doppelstreifen auch mit Polizisten unterwegs. Kooperationspartner in der Landeshauptstadt sind neben der Polizei, die Verkehrsbetriebe, die Deutsche Bahn, die IHK und ausgewählte private Sicherheitsdienste.

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