Serien-Dieb bekommt kräftigen Haft-Nachschlag

Von: hp
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Düren. Einen kräftigen Nachschlag kassierte ein 45 Jahre alter Mann, der sich wegen einer ganzen Serie von Diebstählen vor dem Dürener Schöffengericht zu verantworten hatte.

Mit einer Verurteilung von dreieinhalb Jahren Haft blieb das Gericht zwar sechs Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, gleichwohl aber deutlich über dem, was der Angeklagte sich erhofft hatte.

Denn sein Ziel ist eine Drogentherapie, die er erst beginnen kann, wenn er einen Teil der Strafe verbüßt hat. Das Gericht ahndete neun vollendete und zwei versuchte Diebstähle.

Zuletzt hatte der Mann, der aus dem Ruhrgebiet stammt und eigentlich in Düren ein neues Leben anfangen wollte, wenige Tage vor Weihnachten in Düren vor Gericht gestanden. Das Urteil vom Dezember lautete zwei Jahre Haft. Es ist mittlerweile rechtskräftig und wurde deshalb in die neue Verurteilung mit einbezogen.

In der Hauptverhandlung ging es um Straftaten, die der Angeklagten im August 2010 innerhalb von drei Wochen begangen haben soll. Von 22 Tatvorwürfen räumte der 45-Jährige allerdings nur elf ein, die allerdings ebenfalls für eine Verurteilung ausreichten. Dabei handelt es sich um versuchte oder vollendete Pkw-Aufbrüche sowie Ladendiebstähle in Düren und Umgebung.

Zur Beute gehörten Autoradios und Navigationsgeräte, aber auch andere Gegenstände, die sich zu Geld machen ließen, um den Drogenkonsum des Mannes zu finanzieren.

Zum Verhängnis wurden dem Angeklagten eine Getränkeflasche sowie Blutspuren, die von einer Verletzung stammten, die er sich während eines Pkw-Aufbruchs zugezogen hatte. Sowohl an der Flasche als auch in dem Blut fanden sich DNA-Spuren, die direkt zu dem inhaftierten Täter führten.

Da der 45-Jährige aus den letzten 27 Jahren 31 Einträge im Strafregister hatte, war das jetzige Strafmaß keine Überraschung. „Es ist einfach zu viel zusammen gekommen”, sagte der Vorsitzende Richter Hans-Georg Wingen.
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