Seltener Geburtstag: Mit 107 Jahren noch rüstig und geistig fit

Von: sps
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Wird am Sonntag 107 Jahre alt: Christine Hoscheid. Foto: sps

Düren. Sie steht noch voll im Leben. Ihre Mitbewohner spricht sie mit vollem Namen an, nimmt sich jeden Tag Zeit für die Lektüre der Tageszeitung, hat guten Kontakt zu den Menschen auch außerhalb ihres Domizils. Und das im biblischen Alter von 107 Jahren. Im Rita-Stift an der Rütger-von-Scheven-Straße feiert Christine Hoscheid am Sonntag die Vollendung ihres 107. Lebensjahres.

Ihre Vitalität ist beeindruckend wie ihre Mobilität. Ohne fremde Hilfe bewegt sich Christine Hoscheid überall hin, begegnet ihrer Umgebung mit lebendigem Blick und immer einem freundlichen Lächeln. Und diese Frau hat den Kaiser noch gesehen und zu seinem Geburtstag ein Gedicht gelernt. Und sehr viel aus ihrem langen Leben mit Höhen und Tiefen zu erzählen.

Sehr guter Kontakt

Geboren wurde Christine Hoscheid am 16. Februar 1907 in Hennef an der Sieg. Hier verbrachte sie auch die längste Zeit ihres Lebens und ist dem Ort heute noch verbunden. Der zweite Weltkrieg riss das heile Familienleben auseinander. Ein Bruder fiel an der Front, und der Vater kam vor ihren Augen bei einem Angriff um. Zwei Schwestern sind inzwischen verstorben. Über viele Jahre pflegte Christine Hoscheid ihre kranke Mutter. Geheiratet hat sie nie.

Seit 2008 lebt die rüstige Frau im Seniorenhaus St. Rita-Stift. Zu einer in Düren wohnenden Nichte hat sie einen sehr guten Kontakt. Erinnerungen an vertraute Personen halten die vielen Fotos in ihrem Zimmer ach. Auch Katze Lissi, die zehn Jahre in ihrem Haushalt in Hennef lebte, ist mit dem Foto ständig präsent. Ihre Tierliebe zeigt Christine Hoscheid auch, wenn Hunde aus dem Tierheim im St. Rita-Stift zu Besuch sind. Ständige Besucherin ist sie bei den Gottesdiensten im Haus und auch jetzt im Karneval feiert sie wie bei allen Festen kräftig mit. Fragt man die rüstige Seniorin, wies sein kann, dass sie sich in dem Alter noch so gut fühlt, kommt eine klare und einleuchtende Antwort: „Einerseits wird es an den guten Genen liegen, andererseits aber auch daran, dass nie vor den Aufgaben davongerannt bin, die das Leben mir fortwährend gestellt hat“.

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