Selbstloser Dienst für kranke und alte Menschen

Von: Anne Koizlik
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Die Kamillus-Schwestern: (v.l.) die Schwestern Josefa, Marietta, Sofia und Regina. Foto: Koizlik

Düren. Die vier Schwestern mit dem großen roten Kreuz auf ihrer Ordenstracht gehören seit 60 Jahren zum Bild der Stadt Düren.

Das runde Ortsjubiläum feiern die „Töchter des heiligen Kamillus” am Sonntag, 13. September, mit einer Eucharistiefeier um 11.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Anna. Daran schließt sich ein Empfang im Seniorenhaus St. Anna an.

Ambulante Pflege

Genau genommen am 8. September 1949 kamen die Schwestern von Vaals in den Niederlanden in die Kreisstadt. „Zunächst wohnten sie im Kloster der Karmelitinnen an der Kölner Landstraße”, erzählt die Konventoberin Schwester Sofia.

Es war die Idee des damaligen Diözesan-Caritasdirektors, das die Kamillianerinnen in der durch Kriegseinwirkung total zerstörten Stadt eine ambulante Krankenpflege einrichteten. Im Juli 1950 zogen sie dann in das frühere Waisenhaus und wohnten dort als „Kellerkinder” zunächst im Untergeschoss.

Am 8. Dezember 1951 erhielten sie eine neue Aufgabe: Das Seniorenhaus St. Anna wurde eröffnet. Eine Zeitlang arbeiteten die Schwestern noch parallel in der ambulanten Krankenpflege und im Seniorenhaus. Heute sind sie nur noch für die 95 Bewohner des Hauses St. Anna zuständig, die überwiegend in Einzelzimmern leben.

„Wir Schwestern fühlen uns dem Erbe des heiligen Kamillus von Lellis (1550 - 1614) verpflichtet”, sagt Schwester Sofia. In seinem Sinn wirken sie für die Bewohner des Seniorenhauses.

Der heilige Kamillus galt als großer Reformator des mittelalterlichen Krankenhauswesens. Die Krankenhäuser sollten nach seinem Willen nicht Siechenhäuser sein, sondern eine Stätte des Heilens.

Ordensdisziplin

„Es gehört zur Ordensdisziplin, dass wir zusammen mit den kranken und alten Menschen im gleichen Gebäude wohnen und leben. Bei uns gibt es keine Klostergebäude”, informiert Schwester Sofia. Neben den drei Ordensgelübden „Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit” haben die Schwestern noch ein viertes Gelübde abgelegt: dass des selbstlosen Dienstes an Kranken und Leidenden.
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