Kreuzau - Sekundarschule: Kreuzau steht zu seinem Wort

Sekundarschule: Kreuzau steht zu seinem Wort

Von: han
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Kreuzau. Die Harmonie und Übereinstimmung bei einer der wichtigsten Entscheidungen des Rates der Gemeinde Kreuzau war zu spüren. Einstimmig beschloss das Gremium, die Sekundarschule mit zumindest den Standorten Kreuzau und Nideggen zum Schuljahr 2012/2013 einzurichten.

Eine Entscheidung, die, wie es der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Eßer nannte, „das Ende von Haupt- und Realschule bedeutetet, die jahrzehntelang das Schulgeschehen in der Gemeinde mitbestimmt haben”. Die Einführung der neuen Schulform beeinträchtige aber nicht die Schülerinnen und Schüler, die derzeit Haupt- und Realschule besuchen. Sie könnten ohne weiteres dort ihren Abschluss machen.

Eßer erinnerte in einer kurzen Rede an die Gespräche und Diskussionen, die zwischen den Parteien einvernehmlich geführt worden seien. Schülerrückgang, Eltern(schul)wahlverhalten, Meinungsbild der Elternschaft hätten dazu geführt, „zukunftsfeste Lösungen” zu suchen und in der Kooperation mit Nideggen zu finden. Hinzu komme die Zusammenarbeit mit dm Kreuzauer Gymnasium und den Berufskollegs des Kreises Düren, so dass Schüler der Sekundarschule auch später das Abitur machen könnten.

Der Christdemokrat lobte das Gesprächsklima im Rat zu diesem Punkt, das nicht in „ideologische Grabenkämpfe” mündete, sondern das Streben nach einvernehmlichen Lösungen stets im Vordergrund stand. Die Verwaltung und Bürgermeister Walter Ramm forderte Ingo Eßer auf, verstärkt die Sachaufklärung über die neue Schulform zu betreiben, damit auch „die letzten Zweifler” überzeugt werden.

Auch sein Pendant auf sozialdemokratischer Seite, Rolf Heidbüchel, erinnerte an die immensen Anstrengungen „den richtigen Weg” einzuschlagen. Zu wichtig sei das Thema gewesen, um es nur den Bürgermeistern zu überlassen. Vor allem, so ein erster Seitenhieb in Richtung Hürtgenwald, wenn man sähe, „dass der Sprecher der Bürgermeister im Kreis Düren, Axel Buch, dem Südkreis eher den Rücken zeigt”. Der SPD-Fraktionschef stellte ebenso wie Verwaltungsvertreter klar, dass es Hürtgenwald mit der dort herrschenden Mehrheit war, die „Kreuzau und Nideggen nicht gewollte haben.”

Es sei eine „Farce” gewesen, so Bürgermeister Walter Ramm und sein Stellvertreter Walter Stolz, Nideggen und Kreuzau zu einem Gespräch einzuladen, „obwohl alles vorgeplant gewesen sei”. Die Entscheidung für Simmerath sei längst gefallen gewesen, was man auch daran sehen könnte, dass einen Tag später in Kleinhau und Simmerath gleichlautende Beschlüsse gefasst worden seien.

Überhaupt fand der Kreuzauer Sozialdemokrat das Vorgehen auf den Eifelhöhen merkwürdig. „Über Nacht wurden in Hürtgenwald Kinder gefunden, die die neue Schulform besuchen können”, schüttelte er den Kopf sowie über „professorale Äußerungen” in der Ratssitzung, die bewusst, „tatsächliche Gegebenheiten” unterschlugen. Heidbüchel machte deutlich, dass der Hürtgenwalder CDU-Fraktionsvorsitzende Professor Dr. Reinhard Odoj und Bürgermeister Buch die Verantwortung für eine Entscheidung übernehmen müssten, die in der Gemeinde stark umstritten sei.

Gelassen betrachtet man derzeit in Kreuzau das angestrebte Bürgerbegehren in Nideggen zur Sekundarschule. Die Kooperation sei zementiert, in Kreuzau gelte „ein Mann, ein Wort”. Man hofft darauf, mögliche Verzögerungen bei der Einführung der Schule zum nächsten Schuljahr vermeiden zu können.

Priorität habe nun die Erarbeitung eines pädagogischen Konzeptes, bei dem beide Kommunen zusammenarbeiten und durch Fachwissen der Gesamtschule Langerwehe unterstützt werden. In der Dezember-Ratssitzung hoffen die Kreuzauer, alles, was zur neuen Schulform nötig ist, in die Wege leiten zu können.
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