Kreuzau/Nideggen/Heimbach/Hürtgenwald - Sekundarschule Heimbach: Leidtragende sind die Kinder

Sekundarschule Heimbach: Leidtragende sind die Kinder

Von: sis/smb
Letzte Aktualisierung:

Kreuzau/Nideggen/Heimbach/Hürtgenwald. Am Freitag haben sich die Planer der beiden Sekundarschul-Gemeinden wieder zusammengesetzt. Zusammensetzen müssen. Diesmal, um zu überlegen, ob sie nicht doch noch irgendwie zu mehr Zügen für die Sekundarschule kommen können.

„Wir haben uns jetzt auch einen Rechtsbeistand geholt”, sagte Kreuzaus Schuldezernent Guido Steg. Bisher gebe es aber keine Möglichkeit zu handeln. Der schriftliche Widerruf der Bezirksregierung sei noch nicht bei der Gemeinde eingegangen. „Und solange wir die Begründung nicht kennen, können wir nichts tun”, sagt Steg.

In der Stadt Heimbach zürnten die Kommunalpolitiker während der Ratssitzung am Donnertstag der Kölner Bezirksregierung. Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer hatte die Politiker von CDU, SPD, FDP, der UWV und den Grünen ausführlich über die Situation informiert. Bürgermeister Bert Züll bekannte, bei der Lektüre der Tageszeitungen habe ihn morgens angesichts der aktuellen Situation „fast der Schlag” getroffen.

Aus dem Heimbacher Stadtgebiet sind drei Schüler von der restriktiven Haltung der Kölner Bezirksregierung getroffen. Die beiden Vlattener Kinder könnten nach Schleiden ausweichen. Dem Schüler aus Blens bleibt nur die Vettweißer Hauptschule. „Der Schüler wird nach Vettweiß gebracht. Und gleichzeitg kommen Vettweißer Schüler nach Nideggen”, kritisierten Ratsvertreter. SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Harro Höger bezeichnete die Situation als einen „Schildbürgerstreich”. Und CDU-Ratsfrau Evelyn Fleuth sprach von einem „armen Deutschland”, in dem eine Behörde so gegen Kinder entscheiden könne. Denn auch in diesem Punkt waren sich die Politiker einig: Die Leidtragenden seien wieder die Kinder. Zwei der drei Elternpaare wollen im Übrigen auch den Klageweg einschreiten.

Die Gemeinde Hürtgenwald indes betont, dass sie auch noch eine Haupt- und eine Realschule im Angebot habe. Die dortige Hauptschule habe zwar ausreichend Anmeldungen, um eine Eingangsklasse zu bilden, gleichwohl gebe es noch Kapazitäten, sagte Stefan Grießhaber, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters.

Gleiches gelte für die Realschule. Vor allem für Schüler der Gemeinde Kreuzau könne Kleinhau eine Option sein. Schon jetzt würden einige Schüler aus Randgebieten nach Kleinhau fahren. „Eltern können sich bei der Schule melden”, sagt Grießhaber. Dann würde man schauen, ob man die Schülerspezialverkehre auch in andere Orte anbieten könne.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert