Seit 1864 eigenständig: 150 Jahre Pfarre St. Josef

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Vor 150 Jahren fertiggestellt: Die Pfarrkirche St. Josef in Huchem-Stammeln. Foto: Abels

Huchem-Stammeln. Die Pfarre St. Josef Huchem-Stammeln feiert am kommenden Wochenende ihr 150-jähriges Bestehen.

Am 14. Juni 1864 erhob der damalige Kölner Erzbischof Johannes Kardinal von Geissel die Orte Huchem-Stammeln und Selhausen zur eigenständigen Pfarre. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit mit der Pfarre Oberzier, zu der die beiden Orte, die Teil der Bürgermeisterei Birkesdorf waren, kirchlich gehörten.

Aus Überlieferungen ist bekannt, dass es schon 1845 in Huchem-Stammeln klar erkennbare Bestrebungen gab, eine eigene Pfarre zu gründen. Die Oberzierer wehrten sich heftig, vor allem fürchteten sie finanzielle Einbußen. Eine Entschädigungszahlung im Januar 1862 machte dann den Weg frei für die Gründung einer selbstständigen Pfarre, die wenig später von König Wilhelm von Preußen und vom Kölner Kardinal genehmigt wurde.

Mit dem Bau von Kirche und Pfarrhaus wurde im Frühjahr 1863 begonnen, im August 1864 waren die Gebäude fertiggestellt. Es folgen die Anträge auf Einsegnung und Ernennung eines Geistlichen. Erster Pfarrer wurde Kaplan Kaspar Josef Rumpen, neunter und amtierender ist seit der Eingliederung der Pfarre in den Verbund der Niederzierer Pfarreien Andreas Galbierz.

Dazwischen liegt eine wechselvolle Geschichte mit der Grundsteinlegung der Erweiterung im Jahr 1922, der 70-prozentigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem damit verbundenen Wiederaufbau, der viele Jahre andauerte. Auch die Marienkapelle in Selhausen wurde zerstört, aber erst 1973 wiederaufgebaut.

Eine Ordensfrau und drei Priester sind aus der Pfarrgemeinde hervorgegangen, unter anderem Josef Frohn, der am Sonntag, 15. Juni, um 10 Uhr die Messe zelebriert, die vom Kirchen- und Frauenchor in Verbindung mit einem Bläserquartett gestaltet wird. Anschließend findet auf der Wiese hinter der Kirche ein Familienfest statt.

Zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten steht bereits am Samstag um 18 Uhr ein Hochamt mit Firmung auf dem Programm, gestaltet vom Kirchen- und Frauenchor. Die Firmung übernimmt der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens. Ab 19 Uhr findet hinter der Kirche ein Umtrunk statt.

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