Segenswünsche, die vom Himmel fallen

Von: dama
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Aus dem Fenster des Bürgerbü
Aus dem Fenster des Bürgerbürogebäudes ließen die Konfirmanden die Papierflieger starten. Foto: dama

Düren. Die Dürener staunten nicht schlecht, als sich plötzlich das Fenster des Standesamtes im dritten Stock des Bürgerbüros öffnete und Segenswünsche im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel fielen.

Zahlreiche Passanten wunderten sich zuerst, woher die bunten, beschrifteten Papierflieger herkommen. Doch dann brach Ärger über dem Marktplatz aus. „Wie kann man so was machen. Das kann ohne Weiteres ins Auge gehen”, entzürnten sich einige Dürener. Andere schimpften über die Verschmutzung des Platzes. „Wir hatten eigentlich gehofft, die Aktion würde besser ankommen”, bedauerte Pfarrer Dirk Siedler.

Ein wenig traurig sammelte er die liegen gebliebenen Papierflieger wieder ein. Dabei hatte sich Siedler mit den beiden Pfarrerinnen Irene Weyer und Simone Lehnert schon etwas bei dieser Aktion gedacht. „Auf den Fliegern stehen Segenswünsche, die den Leuten Zuspruch geben sollen.

Außerdem sollten sie als Einladung zum Gottesdienst am Reformationstag dienen. Aber nur sehr wenige haben einen Flieger gefangen oder aufgehoben”, stellte Siedler fest. Angeregt von der Aufforderung Jesu „predigt von den Dächern” hatten die 200 Konfirmanden der neun Dürener Bezirke in den vergangenen Tagen rund 400 Papierflieger gebastelt.

Sogar eine fachliche Anleitung für das Falten der Blätter haben sich die Jugendlichen besorgt. „Die werden schon über die Dächer der Marktbuden hinauskommen”, war sich Ann-Kathrin Mikulovic sicher. Dann warf die 13-Jährige gemeinsam mit zwei anderen Konfirmanden die ersten Flieger aus dem Fenster. Kurze Zeit später jedoch entschied Siedler dann, die Aktion aufgrund der schlechten Resonanz abzubrechen.

Dennoch möchte die Evangelische Gemeinde weiterhin zum Gottesdienst am Reformationstag einladen. Dieser findet am Montag, 31. Oktober, 18 Uhr, in der Christuskirche statt. Unter dem Motto „Raus mit der Sprache” will die Kirche auf aktuelle Krisen hinweisen. Siedler, der zudem Vorsitzender des Presbyteriums ist, spricht über die wichtigsten Ereignisse des Jahres.
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