Seelösung: Beteiligung trotz grundsätzlicher Ablehnung

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Die Merkener haben die Zukunft des eigenen Ortes fest im Blick.

Merken. Auch wenn die IG „Für ein lebenswertes Merken“ die Seelösung im Tagebau Inden weiterhin als die schlechtere Alternative ansieht, gehen die Planungen in Richtung Restsee ungeachtet der Verwaltungsklage der Stadt Düren gegen die Zulassung des Rahmenbetriebsplanes auch in Merken weiter.

Das gilt vor allem auch mit Blick auf das „Zwischennutzungskonzept Rahmenplan Indesee“, das im Auftrag der Entwicklungsgesellschaft Indeland vom Planungsbüro RMP Lenzen erstellt werden soll. Erste Grundlagen wurden im April im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt, am 6. Juni soll eine „Bürgerwerkstatt“ im Merkener Schützenheim folgen.

„Den Spagat zwischen der grundsätzlichen Ablehnung des Restsees und der Beteiligung an dessen Planung wollen und müssen wir meistern“, erklärt Horst Knapp, Pressesprecher der IG: „Es würde niemandem helfen, wenn jemand ohne unsere Beteiligung beispielsweise das Ufer vor Merken planen müsste – und am wenigsten uns selbst.“

Knapp kündigt an, dass die IG den Prozess wie schon beim Dorfentwicklungsplan mit dem Amt für Stadtentwicklung auf der Internetseite www.MerkenOnline.de begleiten und den Bürgern alle Informationen bereitstellen werde. Auch eine „Bürgerbeteiligung online“ werde dort intern angeboten.

Noch in diesem Sommer soll im Übrigen der dem Zwischennutzungskonzept für den See vorgelagerte Dorfentwicklungsplan fertiggestellt werden. Danach wird sich zeigen, ob die vorgestellten Ausgestaltungen und Nutzungsmöglichkeiten finanzier- und umsetzbar sind. Eines scheint aus Sicht der IG aber schon klar: Von einigen Zielen werde man sich verabschieden müssen. So wird beispielsweise das in der Befüllungsphase des Sees rundum verlaufende Wegenetz aus Sicherheitsgründen wohl nicht realisiert werden können.

Im Rahmen der „Bürgerwerkstatt“ stellt das Planungsbüro am 6. Juni ab 18 Uhr seine Vorschläge zur Diskussion und bietet den Anwesenden die Möglichkeit, Kritik und Ideen in das Verfahren einzubringen. Einleiten in die Veranstaltung werden Bürgermeister Paul Larue und Dürens Technischer Beigeordneter Paul Zündorf. Auch Vertreter von Indeland, des Kreises und von RWE sind eingeladen.

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