Sebastianus-Sportschützen werden Meister in der 2. Liga

Von: kte
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Bald Bundesligisten? Die Sportschützen (v.l.) Johannes Jäger, Tobias Kaulen, Heinz Günter Schmitz, Astrid Au, Anne Ohler und Bart Liebens aus Langerwehe stehen in der Relegation. Foto: Kevin Teichmann

Langerwehe-Pier. Sie haben den ersten Schritt zur großen Sensation geschafft. Die Sportschützen St. Sebastianus aus dem Langerweher Ortsteil Pier haben sich für die Relegation zur 1. Bundesliga Luftpistole qualifiziert.

„Es erfüllt uns mit Stolz, alleine schon die Relegation erreicht zu haben. Das ist in einem so kleinen Örtchen eigentlich unfassbar“, sagte Karl-Josef Dick von den Pierer Sportschützen freudestrahlend nach den beiden letzten Begegnungen in der 2. Bundesliga West. Und selbst der Umstand, dass der Klub in der zweithöchsten deutschen Schießklasse unterwegs ist, macht die Schützen in sportlicher Hinsicht zu einem Aushängeschild im Ort.

Kurz vor dem Saisonfinale belegten die Pierer mit 8:2-Einzelzählern punktgleich mit Westernkotten und Raesfeld den dritten Rang im Tableau. Nur in den Mannschaftspunkten hatte man bis dato das Nachsehen. Bereits nach dem knappen 3:2-Sieg (384:370, 379:373, 383:382, 363:370, 361:371) im ersten Duell mit Westernkotten stand fest: „Der zweite Platz, der für die Relegation genügt, wäre uns selbst bei einer 2:3-Niederlage im zweiten Wettkampf gegen Hengsbach/Almer nicht mehr zu nehmen. Zu 99 Prozent hatten wir unser Ziel schon erreicht“, sagte Dick rückblickend.

Diese komfortable Ausgangslage hätten sich die Schützen in einem echten „Herzschlagfinale auf Messers Schneide“ erkämpft. „Astrid Au musste unbedingt eine 98 schießen. Bei einer 97 wäre es ins Stechen gegangen, bei einer 96 hätten wir verloren. Da hat ein immenser Druck auf ihren Schultern gelastet, aber sie hat es geschafft und die Aufgabe bravourös gelöst“, sagte Dick. Außer ihr gewannen auch Bart Liebens und Tobias Kaulen ihre Duelle. Anne Ohler und Heinz Günter Schmitz sorgten mit ihren Niederlagen für die Brisanz im Relegationskampf.

Darauf folgte der Wettkampf gegen Hengsbach/Almer. Johannes Jäger rückte nun an Schmitz' Stelle, da dieser für den zweiten Wettkampf verhindert war. Mit einem deutlichen 4:1-Sieg ließen sich die Sportschützen Pier die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Und wieder war Astrid Au im Mittelpunkt: Sie schaffte es, im letzten Durchgang eine glatte 100 zu schießen. „Das ist eine Leistung, die man nicht alle Tage erreicht“, sagte Dick. Zudem konnte er unter rund 70 jubelnden Zuschauern verkünden: „Wir haben auch noch in den Mannschaftspunkten mit Raesfeld gleichgezogen. Im direkten Vergleich haben wir aber besser abgeschnitten – deshalb sind wir noch auf Platz eins vorgerückt.“

Als Meister der 2. Bundesliga West Luftpistole geht es am Sonntag, 22. Januar, im Landesleistungszentrum in Hannover um einen der beiden Startplätze in der 1. Bundesliga. Konkurrenten sind die Letztplatzierten der Nord- und Süd-Division der 1. Liga sowie die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der vier anderen 2. Bundesligen. Als eine von 12 Mannschaften, hofft das Team nun, den großen Traum von der 1. Bundesliga im „kleinen Örtchen“ Pier wahr werden zu lassen.

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