Heimbach - Schwung für das Heimbach-Projekt

Schwung für das Heimbach-Projekt

Von: gkli
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Heimbach. Großen Anklang fand am Donnerstagabend im Haus des Gastes in Heimbach die Vorstellung des Projekts: „Ist es möglich, die ökologische Durchgängigkeit des Heimbachs wieder herzustellen?“ Kein Platz im Saal war mehr frei, als Ingo Nienhaus von der Firma „Die Gewässer-Experten“ mit Sitz in Lohmar die Ergebnisse der Studie vorstellte.

Die Stadt Heimbach hatte sie in Auftrag gegeben; sie war von Mitte März bis Ende Mai 2015 aufgestellt worden. Nienhaus erklärte, dass es von der technischen Seite her absolut machbar sei, den Heimbach im Kernort auf einer Strecke von 900 Metern wieder freizulegen. Der Bach war Ende des vergangenen Jahrhunderts verrohrt und gedeckelt worden, weil in ihm auch das Abwasser der Anwohner abtransportiert wurde.

Der Kanal läuft jedoch inzwischen in der Straßenmitte, abgetrennt vom inzwischen sauberen Heimbach. Allerdings ist die Fließgeschwindigkeit im Bach meist noch derart hoch, dass Fische keine Chance haben und entweder verletzt oder tot das Rohr wieder verlassen.

Nienhaus erläuterte, dass es nicht sein müsse, das Gewässer auf der anvisierten Länge komplett frei zu legen. Einige Teilstücke, vor allem die, an denen die Straße sehr eng ist, könnten verrohrt oder auch halboffen bleiben oder mit Panzerglas bedeckt werden. Nienhaus: „Wichtig für die Fische wäre Licht, die Fließgeschwindigkeit zu drosseln und den Tieren Ruhezonen zu schaffen. Auch darf die Rinne nicht gerade geführt werden, wie bisher, und nicht mehr so tief sein.“

Stadtplaner Professor Peter Jahnen aus Aachen sagte: „Die Gewässer-Experten sind die Anwälte der Fische, ich bin der Anwalt der Bürger.“ Seiner Meinung nach könnte der Kernort dank der Offenlegung des Heimbachs an Attraktivität gewinnen und Passanten zu einem noch anzulegenden Rundweg einladen. Jahnen: „Der Besucher wird derzeit nicht animiert, in Heimbach eine größere Runde zu drehen.“

Während der Diskussionsmöglichkeit kamen vor allem die Kosten und die Umbauweise zur Sprache. Die genauen Baukosten werden derzeit nur vage geschätzt auf einen Millionenbetrag im unteren Bereich. 90 Prozent davon wären förderfähig, zehn Prozent müsste die Stadt tragen. Cremer: „Doch die Zahlen sind derzeit noch aus der Luft gegriffen.“

Nach der Versammlung freute er sich: „Die Veranstaltung verlief außerordentlich erfreulich, das Projekt erfährt viel Zustimmung, das hat uns nun so richtig in Schwung gebracht.“

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