Schwester Josefa: Stets im Einsatz, wo sie gebraucht wird

Von: Anne Koizlik
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Ein Leben aus der Verbundenheit mit Gott: Schwester Josefa feiert das goldene Ordensjubiläum. Foto: Koizlik

Düren. Sie ist eine „Tochter des heiligen Kamillus” - und das seit 50 Jahren. Am kommenden Samstag feiert Schwester Josefa ihr goldenes Ordensjubiläum. Wer ihr begegnet, wird von ihrer Schlichtheit und ihrem Humor sofort eingefangen. „Wenn der Herrgott ruft, sagt man ja”, lautet ihr Lebensimpuls aus dem Glauben.

Ihre Biographie mit Daten und Namen spult die 80-jährige mit einer Genauigkeit ab, die auf einen „Computer” im Gehirn schließen lässt. Geistig ist sie topfit, doch körperlich hat sie mit Altersproblemen zu kämpfen.

So leidet sie seit einigen Jahren an einer Zucker- und einer seltenen Augenerkrankung. Doch sie weiß ein Mittel gegen Alter und Gebrechen - sie betet jeden Morgen: „Gib mir Kraft für heute.” Das Alter sei zwar da, aber man dürfe sich nicht aufgeben, ergänzt sie.

Schwester Josefa hat ein bewegtes Leben hinter sich gebracht: Geboren wurde sie im katholischen Eichsfeld (heute: Land Thüringen) in eine Familie mit acht Kindern. Sie erinnert sich: „Mit acht Jahren habe ich schon getan, was ich konnte.”

Drei jüngere Geschwister hat sie so mit großgezogen. Im Jahre 1951 ging sie „im Kittel”, wie sie erzählt, über die innerdeutsche Grenze in den Westen. Drei Jahre später kam sie ins „Haus St. Anna”, in dem sie heute noch lebt.

Eingetreten in den Orden der Kamillianerinnen ist sie 1957 in Recklinghausen. Am 18. Juli 1959, dem diesjährigen Gedenktag, legte sie ihre erste Profess ab. Zu dem Gelübde der sogenannten Evangelischen Räte - Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit - legt sie noch ein viertes ab: der Dienst an Kranken und Gebrechlichen, entsprechend dem Vorbild des heiligen Kamillus.

Nach der Profess pendelte sie in den Folgejahren zwischen den Ordensniederlassungen Recklinghausen, Asbach (Westerwald) und Düren. „Wo man gebraucht wird, dorthin wird man geschickt”, erklärt sie klipp und klar.

So hat sie ihren Dienst in der Küche, auf den Stationen und an der Pforte versehen. Noch immer erweist sie ihren drei Mitschwestern kleine Dienste und trägt ihr Gebetsleben mit. „Wir sind froh, dass wir sie haben”, ergänzt die Oberin Schwester Sofia.

Wer Schwester Josefa zum goldenen Ordensjubiläum gratulieren möchte hat hierzu am Samstag nach der Messe um 17.30 Uhr in der Kapelle von Haus St. Anna Gelegenheit.
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