Düren - Schwerer bandenmäßiger Diebstahl: Bewährungsstrafen

Schwerer bandenmäßiger Diebstahl: Bewährungsstrafen

Von: Hartmut Prüss
Letzte Aktualisierung:

Düren. Richtig groß oder wertvoll war die Beute nicht. Dennoch hatten sich zwei aus Rumänien stammende Männer, 48 und 39 Jahre alt, wegen schweren bandenmäßigen Diebstahls vor dem Dürener Schöffengericht zu verantworten.

 Über die Vorgehensweise informierten sich das Gericht sowie die Prozessbeteiligten mittels einer Videoaufzeichnung eines entsprechenden Einkaufszentrums. Auf den bewegten Bildern waren mehrere Personen zu sehen, die sich offensichtlich kannten, weil sie nach Überzeugung des Gerichts mehrfach miteinander kommunizierten.

Zum Umschlagplatz für entwendete Zigaretten wurde dabei eine Umkleidekabine, in die der 48-Jährige mehrere Packungen Zigaretten in einem Einkaufskorb gebracht hatte. Dort verschwanden die Glimmstängel dann auf wundersame Weise. Während der Angeklagte behauptete, er habe die Tabakwaren wieder zurück ins Regal gebracht, gab der 39-Jährige seine Tatbeteiligung wegen Diebstahls zu. Immerhin ging es laut Anklage der Staatsanwaltschaft Aachen um drei gleichartig verlaufene Taten am 10. und 12. November in Aachen sowie gut anderthalb Sunden nach der zweiten Tat in Düren. Seit Mitte November sitzen die beiden Männer in Untersuchungshaft.

Nach dreistündiger Verhandlung, in deren Verlauf auch zwei Ladendetektive als Zeugen zu Wort kamen, konnte nicht eindeutig geklärt werden, wie viele Packungen Zigaretten gestohlen worden waren. Diesbezüglich schwankten die Angaben zwischen zehn und 44 Päckchen. Uneins waren zudem Staatsanwaltschaft und Verteidiger in der Frage, ob es sich um eine „Bande“ gehandelt habe, zumal der jüngere der beiden Männer seine Beteiligung bei der ersten Tat vehement bestritt. Dem 48-Jährigen wurde allerdings noch vorgeworfen, eine Lederjacke im Wert von 119 Euro mitgenommen zu haben.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Dr. Stephan Ebeling schloss sich in der Frage, ob hier eine Bande am Werk gewesen sei, der Ansicht des Staatsanwalts an und verurteilte die beiden Männer zu Bewährungsstrafen. Für den 48-Jährigen lautete das Urteil ein Jahr und vier Monate, für den 39-Jährigen ein Jahr und einen Monat.

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