Schweinemast kommt nach Thum

Von: smb
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Thum. Lange war der niederländische Investor, der in Thum einen Schweinemastbetrieb aufbauen will, in der Versenkung verschwunden. Jetzt hat er sich wieder gemeldet, und damit sind die Hoffnungen der Anwohner dahin, dass die Schweinemast vielleicht doch nicht kommen würde.

In einem Schreiben haben die Anwälte des Investors der Gemeinde mitgeteilt, dass dieser nun alle Bedingungen erfüllen werde.

Baudezernent Siegfried Schmühl rangelt noch um einige Details, aber zu verhindern ist die Schweinemast nicht mehr. Die Anwohner fürchten den Gestank. Außerdem hatten sie schon frühzeitig wegen des nahen Naturschutzgebietes und des Einzugsgebietes der Wasserverbände Bedenken geäußert.

Knapp 2000 Schweine sollen in Thum gezüchtet werden - das sind deutlich weniger, als die 8600 Tiere, die dem Investor 2006 vorschwebten. Für die hätte er eine kostspielige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) machen lassen müssen, erklärt Baudezernent Siegfried Schmühl. Also entschloss der Investor sich, beim Kreis einen Bauantrag für eine Schweinemast mit weniger als 2000 Tieren zu stellen. Bei dieser Anzahl konnte er sich die Kosten für die UVP sparen.

Um die Baugenehmigung zu erteilen, muss die Gemeinde dem Kreis grünes Licht geben. Schmühl verfasste eine Stellungnahme. Der Kreis lehnte den Bauantrag im November 2007 ab. Der Investor klagte, und gewann 2009.

Planungsrechtlich war die Sache erledigt. Für eine Baugenehmigung muss jedoch auch die Erschließung des Betriebes gesichert sein. Und weil es sich, so Schmühl, nicht um ein Landwirtschaft, sondern um ein Gewerbe handele, reiche der Wirtschaftsweg nicht aus. Eine Straße muss her und die Kosten dafür muss der Investor tragen. Der Schriftverkehr dazu datiert im Jahr 2010. Und dann tat sich nichts mehr. Bis jetzt.

Über seine Anwälte erklärte sich der Investor bereit, die Bürgschaft über 20.000 Euro mit Baubeginn zu hinterlegen. Ausbauen wolle er die Straße nach Abschluss der Baumaßnahme. Das reicht dem Baudezernenten nicht. Schmühl wird zur Bedingung machen, dass der Investor schon jetzt eine Bürgschaft über 23.000 Euro (so teuer wird die Straße) hinterlegt. Und der Ausbau soll vor Inbetriebnahme der Schweinemast erfolgen.
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