Schweinegrippe: 31 Fälle im Kreis Düren

Von: Andreas Gabbert
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Händewaschen nicht vergessen: Das regelmäßige Säubern der Hände zählt zu den besten Schutzmaßnahmen gegen die Schweinegrippe.

Düren. Werden die Schulferien verlängert? Der Traum vieler Schüler könnte Wirklichkeit werden. Grund zur Freude besteht allerdings nicht, denn die Landesregierung überlegt, so der Ausbreitung der Schweinegrippe entgegen zu wirken. Aktuell gibt es im Kreis Düren 31 Fälle.

Über eine mögliche Verlängerung der Ferien soll am kommenden Dienstag entschieden werden, wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte. Zunächst sollen die Erfahrungen aus den fünf ost- und norddeutschen Bundesländern ausgewertet werden. Dort enden die Ferien früher als in NRW.

Aber nicht nur die Schüler sind neugierig, wie die Entscheidung ausfallen wird. Eltern und Lehrer sind ebenso gespannt. Schließlich würde eine Verlängerung der Ferien einen erheblichen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Eltern sorgen sich um die Betreuung und Unterbringung der Kinder, und Lehrer machen sich Gedanken, wie ausgefallener Unterricht nachgeholt werden könnte.

Ob an Impfungen für Lehrer gedacht ist oder ob es andere konkrete Maßnahmen zum Schulbeginn geben soll, ist derzeit noch unklar. „Wir haben noch keine konkreten Hinweise der Landesregierung. Wir warten darauf und stehen mit dem Gesundheitsamt in Kontakt”, erklärt Kathleen Schmiegel, Schulrätin im Kreis Düren.

Beim Kreisgesundheitsamt bereitet man sich nach Informationen von Kreispressesprecher Josef Kreutzer derweil auf eine Impfaktion vor.

Personen, die im öffentlichen Leben eine wichtige Rolle spielen, sollen, sobald der Impfstoff verfügbar ist, behandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Ärzte, Krankenhauspersonal, Polizeibeamte und Angehörige der Feuerwehr.

Einige Verhaltensregeln gibt die Regierung aber schon mit auf den Weg. Zu Beginn der Woche wandte sich Gesundheitsminister Laumann mit einem Schreiben an die Schulträger. Dort heißt es, die beste Maßnahme zur Verhinderung der Verbreitung der hoch ansteckenden Krankheit seien neben der persönlichen Hygiene bestimmte Verhaltensmaßnahmen.

Besonders wirksam und wichtig sei regelmäßiges Händewaschen. Daher müsse dafür gesorgt sein, dass an den Schulen ausreichend Handwasch- und Reinigungsmittel zur Verfügung stehen. Die Verwendung von Einmalhandtüchern wird empfohlen. Stoffhandtücher sollen sehr häufig gewechselt werden.

„Appellieren Sie auch an die Eltern, Kinder bereits beim ersten Verdacht auf eine mögliche Erkrankung an der Neuen Grippe vorsorglich zuhause zu lassen”, wird in dem Schreiben des Ministers empfohlen. Bei Verdacht auf eine Erkrankung sollen Lehrer sofort die Eltern benachrichtigen und das Kind abholen lassen. Wer krank ist, bleibt zu Hause. Auch nicht in die Schule kommen, dürfen diejenigen, deren engste Familienangehörige infiziert sind.

Mit dem Schreiben haben die Schulen auch ein Faltblatt „Hygiene im Alltag” erhalten, in dem weitere Ratschläge zu finden sind.
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