Schwangere suchen häufiger Rat bei „Donum Vitae“

Von: Anne Wildermann
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Finden immer eine Lösung (v.l.): Beate Nießen, Eva Hellwig, Ute Breuer, Nadine Lebrun und Ruth Maiß. Foto: Wildermann

Düren. Beate Nießen, Vereinsvorsitzende von „Donum Vitae“ in Düren, und ihre Kolleginnen sind mit der Jahresbilanz 2016 zufrieden. Im vergangenen Jahr fanden 746 Beratungen mit 434 Klientinnen statt. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zu 2015. Speziell das Online-Angebot nutzen laut Diplom-Sozialarbeiterin Ruth Maiß viele Frauen.

Der Grund: Fragen werden in binnen 48 Stunden beantwortet, Frauen können zu jeder Zeit ihre Sorgen und Ängste mitteilen und völlig anonym bleiben.

Die Zahl der Beratungen insgesamt weicht deshalb so stark von der Klientinnenzahl ab, weil die Frauen teilweise mehrere Termine bei der Beratungsstelle vereinbaren oder sogar während einer Schwangerschaft begleitet werden und daher regelmäßig vorbeikommen.

Des Weiteren suchten 132 Frauen „Donum Vitae“ wegen einer Schwangerschaftskonfliktberatung auf. Das heißt: Die Frau ist sich unsicher, ob sie das Kind bekommt und will möglicherweise einen Abbruch. 302 Frauen wurden beraten, die das Kind zur Welt bringen wollen, aber finanzielle Sorgen haben, keine Unterstützung vom Kindsvater oder der eigenen Familie bekommen.

Sorgen bereitet Nießen, dass der Verein Schwierigkeiten hat, neue Mitglieder zu gewinnen. Aktuell sind es 46. „Die Beraterinnen dürfen nach einem Gespräch mit den Klientinnen nicht für den Verein werben“, erklärt Nießen. Sie erinnert sich aber beispielsweise an einen Fall, in dem eine Frau Mitglied wurde, weil ihre Tochter von „Donum Vitae“ geholfen wurde. Frauen, die die Hilfe von „Donum Vitae“ in Anspruch nehmen oder genommen haben, engagieren sich sonst eher nicht. Maiß vermutet: „Unsere Klientinnen sind zum Großteil jünger als 40 Jahre und engagieren sich generell nicht in Vereinen.“

In Jülich will der Verein künftig in größeren Räumen beraten, die günstig zu mieten sind. Zur Zeit finden die Gespräche noch beim Verein „Kleine Hände“ statt.

Während der Auktion mit 70 Werken von 62 Künstlern im vergangenen Sommer auf Schloss Burgau hat der Verein eine vierstellige Summe eingenommen. „Wir danken allen, die uns unterstützt haben“, sagt Nießen. Die erste Auktion fand 2003 statt, als der Verein vor der Insolvenz stand.

Kontakt und Infos gibt es unter Telefon 024241/555870 und im Internet unter www.donumvitae-onlineberatung.de.

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