Düren - Schultoiletten: Ekel und Gestank gehören der Vergangenheit an

Schultoiletten: Ekel und Gestank gehören der Vergangenheit an

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Südschulleiterin Susanne Senhen demonstriert die berührungslosen Armaturen. Foto: Abels

Düren. Die 300 Jungs und Mädchen der Südschule nutzen wieder gerne die Toilettenräume. „Das war in der Vergangenheit nicht immer so“, berichtet Schulleiterin Susanne Senhen. Viele Kinder scheuten den ganzen Tag über den Gang in die dunklen Keller-WCs, in denen es unangenehm roch.

Und so wie den Kindern der Südschule, erging und ergeht es vielen Jungs und Mädchen an Dürener Schulen.

Doch dieses leidige Thema, das laut Auskunft von Bürgermeister Paul Larue auch im Kinderparla-ment des Öfteren angeprangert wurde, gehört in 18 Schulen nun der Vergangenheit an. In den vergangenen zwei Jahren hat die Stadt Düren bereits rund 2,8 Millionen Euro investiert, um die größtenteils zwischen 40 und 50 Jahre alten Schultoiletten zu sanieren.

Hans-Willi Schroeder und seine Kollegen vom städtischen Gebäudemanagement stießen in den Schultoiletten immer wieder auf die gleichen Probleme. Sie fanden defekte WCs und Urinale vor, beschädigte Böden und Fliesen, defekte Fenster- und Türanlagen, unzureichende Lüftung, undichte Wasserleitungen und mit Urin getränkter Estrich, der für die üblen Gerüche sorgte.

An der Südschule stießen die Bauexperten der Stadt darüber hinaus noch auf ein Wirrwarr tief hängender Versorgungsleitungen, das erst noch beseitigt werden musste, und auf feuchte Außenwände, an denen keine Fliesen mehr haften wollten. „Wir mussten die Wände daher erst trockenlegen und paraffinieren“, erklärt Schröder, das heißt, mit einer wasserundurchlässigen Wachsschicht versehen. Allein die Kosten für die Toilettensanierung an der Südschule summierten sich daher auf rund 300.000 Euro.

Alle Toiletten wurden und werden komplett erneuert. Dazu gehören unter anderem neue Trink- und Schmutzwasserleitungen, die Installation von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, die Erneuerung der Beleuchtung mit LED-Technik, die Montage berührungsloser Armaturen an den Waschtischen, spezialbeschichtete Toiletten, wasserlose Urinale, neue Fliesen und Schallschutzdecken. Alle Toiletten wurden auf Basis eines modularen Baukastensystems ertüchtigt. „Das hat den großen Vorteil, dass alle Anlagen in technischer, gestalterischer und funktionaler Ausstattung gleich sind“, erklärt Karl-Josef von der Lieck vom Gebäudemanagement.

Wenn Ende des Jahres der dritte Bauabschnitt abgeschlossen ist, hat die Stadt die größten Baustellen der vergangenen Jahre abgearbeitet. Danach werden nach Bedarf und abhängig von den noch zur Verfügung stehenden Mitteln auch die noch ausstehenden Toiletten saniert. Insgesamt hat der Stadtrat für die in vielen Fällen seit Jahren überfällige Erneuerung der Schultoiletten fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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