Schulkonzert: Überraschende Vielfalt der Musik

Von: Bruno Elberfeld
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Die Big Band des Gymnasiums am Wirteltor löste mit ihrem Konzert im Haus der Stadt Begeisterungsstürme aus. Foto: bel

Düren. Stehende Ovationen wie nach einem Popkonzert. Jung und Alt, Männer und Frauen klatschten begeistert und bekundeten durch laute Rufe ihr Wohlgefallen. Was war passiert im Haus der Stadt? Ganz einfach: Die Big Band des Gymnasiums am Wirteltor (GaW) hatte sich unter der Leitung von Musiklehrer Christian Welters in einen Rausch gespielt.

Animiert von Welters’ „Ganz-Körper-Dirigat“ wurden die Musiker zunehmend lockerer, spielten das Schlusslied „I Wanna Be Like You“ entspannt und dynamisch. Kein Wunder wurden die Instrumentalisten doch von zwei Sängerinnen, Schülerinnen der Q2, mit Soli unterstützt, die Profis zur Ehre gereichen würden. Neben Ellen Bub mit ihrer Jazzstimme, begeisterte Janet Schubert mit ihrer rauchigen, sinnlichen Rockstimme das Publikum.

Schon einen Programmpunkt vorher hatte Christian Welters aus dem Nähkästchen geplaudert. „Bei den Proben habe ich verlauten lassen“, sagte der Dirigent grinsend, „dass ich das Solo in ‚Haven’t Met You Yet‘ singen wolle.“ Doch, so Welters weiter, da habe die Band eingegriffen und ultimativ erklärt: „Entweder Sie gehen dann, oder wir!“ Nun, da habe man auf die Stimme von Janet Schubert zurückgreifen können. Ob das alles so stimmt, erfuhren die Hörer nicht, aber sie merkten, dass Musik in dieser Weise umgesetzt, Schülern und Lehrern großen Spaß macht.

Techniken vermitteln

Schon im fünften und sechsten Schuljahr führt Welters die Jüngsten in sogenannten Bläserklassen mit einfachen, kurzen Stücken an die Musik heran. Instrumente werden getestet, bis dann in der Fünf nach einigen Wochen die ersten verständlichen Töne zustande kommen. „Kindern, die noch nie mit einem Instrument in Berührung gekommen sind, die Handhabung und Techniken zu vermitteln, ist mit viel Geduld verbunden“, sagt Welters, „aber es macht auch eine große Freude.“ Den Bläserklassen folgen die Junior Big Bands I und II. In Big Band I, erklärte Welters, sind die Jüngeren aktiv, in Big Band II die Älteren. Sie unterscheiden sich auch in den Anforderungen. Big Band I spielte „Take the A-Train“, „Bubberts Groove“ und „Perfidia“.Auf einem etwas höheren Level lagen „Wade in The Water“, ein Medley mit Liedern von Michel Jackson sowie „Brick House“. Aufmerksame Zuhörer konnten auch wieder eine vernehmliche Leistungssteigerung feststellen. Viele Teilnehmer von Big Band II erhoffen sich natürlich den Sprung in die große Big Band.

Doch auf der Bühne agierten nicht nur Bands. Der Fünferchor unter der musikalischen Leitung von Axel Müller-Riedel sang mit hellen, engagierten Stimmen und begeisterte mit „Musik ist eine Brücke“ – festzustellen auch an diesem Abend –, mit dem Stück „Sieben Tomaten“, eine lustige Darbietung, um die Zweistimmigkeit einzuüben, und mit „Leise fließt die Zeit“. Der Schulchor des GaW unter der Leitung von Magnus Kleinebreil ließ die Menschen mit „California Dreaming“ und „Fields of Gold“ vom amerikanischen Westen und seinen Abenteuern träumen. Als Abschluss gab es „Barbara Ann“, ein dynamisches Mitmachlied, bei dem Aleyna Toprak ein tolles, teils schwieriges Solo hinlegte.

Nicht vergessen darf man den Musik-Grundkurs Q1, ebenfalls unter dem Dirigat von Magnus Kleinebreil. Schülerinnen und Schüler schlugen, begleitet von einer kleinen Bläsergruppe, mit „Boomwhackers“ auf einen Tisch, stampften mit diesen verschieden langen und verschiedenfarbigen Plastikstangen auf den Boden und erzeugten so, auch durch Betätigung einer eingebauten Oktavklappe, Töne, die oft nur bei Performance-Künstlern zu vernehmen sind.

Oberstudiendirektorin Dr. Claudia Füllen, Schulleiterin des GaW, bedankte sich überschwänglich bei allen Akteuren. „Wir haben heute Abend nicht nur die Vielfalt der Musik und der Instrumente, sondern auch die Vielfalt der Menschen an unserer Schule kennengelernt“, sagte Füllen. Mit ihr freuen sich alle schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr an gleicher Stelle.

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