Schützenbruderschaft zeigt Morschenichs Geschichte in Bildern

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Düren. In naher Zukunft muss der Ort Morschenich dem Tagebau Hambach weichen. Dann wird die Heimat von rund 400 Menschen zerstört, und es wird keinen Ort mehr geben, den die Einwohner ihren Nachkommen zeigen können. Das alte Morschenich löst sich langsam auf, und der Umsiedlungsort Morschenich-Neu wächst stetig.

Die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft Morschenich hatte die Idee, etwas gegen das Vergessen der Heimat zu unternehmen, und so hielten die Mitglieder die Entstehungsgeschichte des Ortes in Bildern fest. Unter dem Titel „Morschenich – Die Fotodokumentation“ entstand ein Buch, dass die Bruderschaft nun vorstellte.

Entstanden war die Idee bereits 2013: Damals reagierte die Bruderschaft auf einen Aufruf des Bundes der katholischen Jugend (BdkJ). Im Rahmen einer 72-Stunden-Aktion legten die Jungschützen gemeinsam mit Schießmeister Bernd Servos den Grundstein für das Buch. Ganz so einfach wie gedacht, war das Projekt allerdings nicht. Drei Jahre dauerte die Arbeit. Schließlich mussten die Bilder der Einwohner und ihrer Häuser erst einmal gesammelt werden. Verfasser Bernd Servos stellte das Werk in akribischer Kleinarbeit zusammen. Umso mehr freuten sich die Mitglieder darüber, das fertige Werk nun in ihren Händen zu halten.

Die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft Morschenich mit ihrem Präsidenten Engelbert Linck übernahm die Patenschaft für das Projekt und kam für die Kosten auf. Unterstützt wurden die Ehrenamtler jetzt von der Natur- und Kulturstiftung der Sparkasse Düren, die das Projekt mit 2000 Euro förderte. Entstanden war dieser Kontakt über Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen und Landrat Wolfgang Spelthahn.

In der Sparkasse Düren fanden nun die Scheckübergabe und die Präsentation des Buches statt. Mit von der Partie waren auch Wolfgang Spelthahn in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums und Udo Zimmermann, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Beide erklärten, dass die Unterstützung des Buches eine Herzensangelegenheit des Kuratoriums gewesen sei und betonten den geschichtlichen Wert für die kommenden Generationen, da der Ort in absehbarer Zeit ausgelöscht werde und somit die Heimat der Bürger verloren gehe. Dieses Buch sorge dafür, dass „Morschenich und seine Entstehungsgeschichte nicht verloren gehen“, sagten Spelthahn und Zimmermann.

Darüber hinaus hob Spelthahn die Einzigartigkeit dieser Aktion hervor. Der Zusammenhalt des Ortes sei beispielhaft, sagte er. Spelthahn und Zimmermann erhielten als Dankeschön zwei von Autor Bernd Servor signierte Ausgaben für die Archive der Kreisverwaltung und der Sparkasse.

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