Schützen befassen sich mit „Laudato si“

Von: Josef Mohr
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Bezirkspräses Hans-Otto von Danwitz spricht beim Bruderschaftstag der Schützen des Bezirksverbandes Düren-Nord. Foto: Josef Mohr

Düren. Es ist das Lied vom heiligen Franz von Assisi, das die Schützen am Anfang ihres jährlich stattfindenden Bruderschaftstages anstimmten: „Laudato si, o mi Signore!“ Darin besingt der heilige Franziskus die wunderbare Schöpfung in vielen Strophen.

Den Titel dieses Liedes hatte Papst Franziskus für seine erste Enzyklika gewählt, um die Verantwortung der Menschen für die Schöpfung deutlich zu machen.

Und diese Enzyklika stand im Mittelpunkt des Bruderschaftstages der Schützen des Bezirksverbandes Düren-Nord. Sie versammelten sich am Sonntag, den 26. März um 9 Uhr in der Kirche St. Nikolaus in Rölsdorf, um mit dem Bezirkspräses, Pfarrer Hans-Otto von Danwitz, die Heilige Messe zu feiern.

Nach einem anschließenden Frühstück im Vereinsheim Rölsdorf referierte der Bezirkspräses über das Schreiben von Papst Franziskus. Er entfaltet in der Enzyklika „Laudato si“ das Bild von einem gemeinsamen Haus, das von allen Menschen und allen anderen Geschöpfen weltweit bewohnt wird.

In diesem gemeinsamen Haus tragen die Menschen Verantwortung, dass es allen Geschöpfen gut geht. Die Brücke zu dem, was sich die Schützen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Fahnen schreiben – Glaube, Sitte und Heimat – war schnell geschlagen. Denn auch Schützenbruderschaften in unserer Gegend verlieren ihre Heimat durch den Braunkohletagebau.

Und die rasanten Veränderungen in der Gesellschaft betreffen auch die Bruderschaften in ihrem Selbstverständnis: Wie können sie ihre Treue zum Glauben und ihre Überzeugungen in der heutigen Zeit leben, wenn viele Menschen ihre Wurzeln nicht in einer christlichen Tradition verankern?

Pfarrer von Danwitz sagte den Schützenbruderschaften Dank für ihr Engagement im Eintreten für Gemeinschaft in den Dörfern und Stadtteilen, für die Arbeit mit den Jungschützen sowie für die gelebte Freude an der Schöpfung, die bei den Schützenfesten aufstrahlt.

Er ermutigte, das Thema Heimat als Anliegen zu bewahren und weiterhin für Beheimatung von Fremden und Flüchtlingen einzutreten, für eine Kultur des Miteinanders in Respekt vor jedem Geschöpf Gottes sowie in einer gelebten Dankbarkeit, die sich auch im Beten und Gottesdienstfeiern äußert.

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