Schülerin Anne Hilden trifft Angela Merkel

Von: smb
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„Ich hab immer Rechte”: Anne
„Ich hab immer Rechte”: Anne Hilden aus Langerwehe (vorne rechts) durfte Angela Merkel in Berlin treffen. Foto: Unicef/Julia Zimmermann

Langerwehe/Berlin. Diesen Tag wird Anne Hilden wohl nie vergessen: Im Bundeskanzleramt durfte die Schülerin aus Langerwehe eine Stunde lang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und neun weiteren Unicef-Juniorbotschaftern über Kinderrechte diskutieren.

„Das war total aufregend und wir waren ganz schön nervös”, erzählt die 13-Jährige. „Besonders hat mich gefreut, dass Frau Merkel sich eine ganze Stunde Zeit für uns genommen hat. Anfangs waren nur 20 Minuten geplant.” Am großen runden Tisch, an dem sonst die Politiker miteinander diskutieren, durften jetzt engagierte Kinder und Jugendliche Platz nehmen. Und sie hatten ein wichtiges Anliegen: „Wir wollen, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden”, erklärt Anne und resümiert: „Aber dafür werden wir wohl noch weiter kämpfen müssen.”

Aufgeben - das kommt für Anne nicht in Frage. Das hat sie schon eindrucksvoll mit dem Projekt bewiesen, für das sie zur Unicef-Juniorbotschafterin ernannt wurde: Anne Hilden näht seit vielen Monaten duftende Lavendelsäckchen und verkauft diese, um Wasserpumpen für Afrika anzuschaffen (wir berichteten). „Wenn Erwachsene sagen, dass einer alleine nichts erreichen kann, dann macht mich das wütend”, erzählt sie. Und das Gegenteil hat sie bereits bewiesen. Über ihr Ziel, eine Handwasserpumpe anzuschaffen, ist sie schon lange hinaus. Natürlich hatte Anne Hilden auch ein Lavendelsäckchen im Gepäck, das sie gerne der Kanzlerin überreicht hätte, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und die Kanzlerin damit immer wieder an ihr Anliegen zu erinnern. „Aber das war aus Sicherheitsgründen nicht möglich”, erklärt Anne.

Mit Willi Weitzel unterwegs

Die Diskussionsrunde mit der Kanzlerin war nicht der einzige Programmpunkt für die Kinder. Sie haben das Kanzleramt und den Reichstag besichtigt und sind mit Willi Weitzel (Willi wills wissen) in Berlin unterwegs gewesen. Und außerdem konnten sie mit Markus Löning, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, noch über die Punkte sprechen, für die beim Treff mit der Kanzlerin keine Zeit geblieben war. Das Treffen fand anlässlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention statt, der am 20. November begangen wird.
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