Düren - Schülerdrama „Revolutio 2054”: Wo Gefühle töten, ist Freiheit Illusion

Schülerdrama „Revolutio 2054”: Wo Gefühle töten, ist Freiheit Illusion

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Der Literaturkurs des Burgau-G
Der Literaturkurs des Burgau-Gymnasiums hat ein Drama selbst verfasst und bringt es nun zur Aufführung.

Düren. „Wo Gefühle töten können, ist Freiheit nur eine Illusion.” Nach einem Jahr intensiver künstlerischer Arbeit zeigt der Literaturkurs Q1/12 des Burgau-Gymnasiums sein selbstverfasstes Theaterstück „Revolutio 2054”.

Das Stück wurde unter Leitung des Autors und Regisseurs Achim Krichel geschrieben und einstudiert. Die groß angelegte Produktion wird unterstützt von vier Musik- und Kunstkursen der Q1/12, die exklusiv den Soundtrack, das futuristische Bühnenbild und die Kostüme kreiert haben. Eine Tanzgruppe kommt hinzu. Die Kursleiter Regina Unger, Christian Reinkober, Julia Borczewski und Rainer Schindel waren von Beginn an mit großem Engagement dabei und sind begeistert vom Einsatz ihrer Schüler.

Julian, Mitglied des Kunstkurses und „König” der Requisite, unterstreicht: „Durch die Teamarbeit an diesem Projekt sind wir alle wirklich zusammengewachsen. Dieses Stück wird ein Erfolg.” Sein Mitstreiter Marc ergänzt: „Um es in den Worten des Stückes zu sagen: Wir sind nicht auf Misserfolg programmiert. Also, Leute, lasst die Tomaten zuhause.”

Wovon handelt das selbst verfasste Theaterstück? Im Jahr 2054 ist Deutschland zur Weltmacht aufgestiegen. Ein mächtiges autoritäres Regime beherrscht das Land, das von Umweltkatastrophen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Zwei Schulklassen von verschiedenen Eliteschulen erkennen das Unheil über ihren Köpfen und sagen der Diktatur den Kampf an.

Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, schließen sich die Schüler des Friedrich-Nietzsche-Gymnasiums, deren Kreativität und philosophische Denkweise überragender nicht sein könnte, mit der wissenschaftlich-technischen Schülerelite der Eliteria Experimentalis zusammen, die aus einem speziellen Genmanipulationsprogramm der Regierung entstanden ist. Ihr Ziel scheint klar: Die Demokratie muss wiederauferstehen. Doch Zwietracht und Machtkämpfe drohen den Plan zu zerstören.

Sebastian, einer der Autoren des Stücks, prophezeit: „Das Drama wird eine Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen - gerade, weil es so etwas noch nie zuvor gegeben hat. Als Produzenten sehen wir uns als Schöpfer einer dystopischen Staatsform, die es zu entmachten gilt.”

Die Schüler des Literaturkurses betonen, wie beschwerlich, aber auch befriedigend die Schreibarbeit war, die sie monatelang an den Computern leisteten. Jungautorin Laura: „Herr Krichel hat uns klargemacht, dass zu guter Kunst viel Arbeit gehört. Auf das Ergebnis sind wir alle stolz. Unser Stück liegt gedruckt vor, und jedes Theater, das Lust hat, kann es spielen.”

Die Uraufführung findet statt am Mittwoch, 4. Juli, um 19 Uhr. Am Burgau Gymnasium ist der Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

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