Düren - Schüler singen die Songs mit viel Taktgefühl

Schüler singen die Songs mit viel Taktgefühl

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Singen mit viel Hingabe unter der Leitung ihres Lehrers Rolf Kehren (l.): die Schüler der zehnten Klasse der Hauptschule Gürzenich.

Düren. „Bis jetzt können wir nur in ein paar Songs hinein singen”, meint Rolf Kehren, Musik- und Englischlehrer an der Hauptschule Gürzenich. Aber was seine Schülerinnen von sich geben, ist beachtlich: In nur zweieinhalb Monaten haben 15 Mädchen und drei Jungen aus der Klasse 10a und 10b ein rundes Repertoire an Folk- und Popsongs einstudiert.

Rolf Kehren hat keine Mühe die 15- bis 17-Jährigen auf die Premiere im Aufnahmestudio einzustimmen. „Die Disziplin beim Musikmachen ist viel größer als im Englischunterricht.” Alle sind voll bei der Sache: Das melancholische „Almost lover” der amerikanischen Sängerin Alison Sudol (A fine Frenzy) singen sie mit Hingabe, ebenso wie das fetzige „Listen to your heart” von Roxette. Es folgt „Little drummer boy” von Boney M.: „Ein Gefühl für Takt und Rhythmus dieses Songs zu bekommen, ist schon anspruchsvoller”, meint Dirk Jungbluth am Mischpult von „Sound & Colors”.

Seit Sommer diesen Jahres baut Jungbluth zweimal wöchentlich (Mittwoch- und Donnerstagnachmittag von 15 bis 18 Uhr) im Multikulti sein mobiles Tonstudio auf. Das Musikprojekt wird vom Integrationsministerium NRW gefördert; es wurde von der Integrationsagentur der Evangelischen Gemeinde gemeinsam mit dem Afrikanischen Kulturverein initiiert, um Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen.

Meist sind es selbstverfasste Texte, die von den Jugendlichen, die immer öfter den Weg ins Studio finden, unnachahmlich in Sprechgesang umgesetzt und dann mit geeigneten Beats unterlegt werden. Stolz verlassen die Jungs das Studio, die frischgebrannte CD in der Hand - das Cover mit ihrem Foto und Künstlernamen versehen. Das Angebot, einmal mit einer Schulklasse das Tonstudios zu nutzen, wurde von Rolf Kehren dankbar angenommen.

Die Mikrofone für den Chor stehen bereit: Insgesamt zehn Songs haben die beiden Klassen vorbereitet und die Texte hierfür einstudiert. Nun soll der Chor zur Musik vom Band den Gesang abliefern. Gar nicht so einfach, gemeinsam den richtigen Ton zu treffen, in der Schwebe zu halten und jeweils den exakten Einsatz finden. Beim Dirigieren kommt Rolf Kehren ganz schön ins Schwitzen. Nur gut, dass im Tonstudio die Aufnahmen wiederholt und neu abgemischt werden können.

Auch Dirk Jungbluth hat alle Hände voll zu tun. Eine gute Idee, aus der Gruppe zwei Leadsängerinnen zu bestimmen, denen über Kopfhörer die Musik eingespielt wird und die dann mit ihrem Gesang den anderen den Ton vorgeben: Michelle Adler und Irini Kalamakidou meistern bravourös ihre Aufgabe. Schnell stimmen die anderen in ihren Gesang ein und auch „Hymn” (Barclay James Harvest) steht für die Aufnahme. Bald sind auch die anderen Songs eingespielt.

Auch der Schülerchor ist eingeladen, zur großen Party am Freitag, 18. Dezember, ab 18 Uhr, ins Multikulti zu kommen: Dann geht es richtig zur Sache „The Next Generation” tritt live auf der Bühne auf. Vor fachkundigem Publikum tragen einzelne Interpreten und auch Gruppen ihre Songs vor, die dann von einer Jury prämiiert werden. Der Eintritt ist frei.
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