Schüler präsentieren die Ausstellung „Dürens schwärzester Tag”

Von: bel
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Die Betrachter waren von den Bildern und Texten, die im Gymnasium Kreuzau den „Schwärzesten Tag Dürens” dokumentieren, tief ergriffen. Foto: bel

Kreuzau. Oberstudiendirektor Wolfgang Röther hatte nicht zu viel versprochen: „Wir setzen bei dieser Ausstellung einen eigenen Akzent, weil jeder Ort den Krieg und besonders den 16. November 1944 anders erlebt hat.”

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 und ihr Lehrer Bernd Maurien inszenierten die Ausstellungseröffnung „Dürens schwärzester Tag” im Gymnasium Kreuzau vor zahlreich erschienen Gästen, dramaturgisch durchdacht und methodisch ausgereift.

In einer Diashow wurde den Menschen noch einmal deutlich, welch imposante Stadt Düren vor der Zerstörung war, eine der reichsten Städte Deutschlands. Den Weg zur totalen Zerstörung referierte Benedikt Bertram: Kriegsbeginn, erste Bombe auf Düren, Schlacht im Hürtgenwald, schließlich der 16. November 1944, der Tag, nach dem alles anders war.

Von 9322 Gebäuden blieben nur 13 unbeschädigt. Die alliierten Bomber hatten ganze Arbeit verrichtet. Die Stadt Düren eine rauchende Kraterlandschaft, in der nur noch vier Menschen weiter lebten, die anderen Überlebenden zogen in die Evakuierung.

Die ersten Rückkehrer fingen im Sommer 1945 mit dem Aufbau an. Dias zeigten das Düren von heute, wie es die Jüngeren kennen.

Die Elftklässler begnügten sich bei der Demonstration des schrecklichen Wandels nicht mit Bildern und Worten, sondern sie unterlegten die Show gekonnt mit passender Musik bis hin zu dramatischen Lichteffekten, die die Gäste auf ihren Stühlen unruhig werden ließen.

Eine Lesung mit Tiefgang brachte Eike Fiebiger (11. Jahrgang), der einen Erlebnisbericht von Egon Schiffer (Lokalanzeiger) vorlas, in dem der Autor den Bombenangriff auf Düren und die dramatische Flucht vor der Feuersbrunst eindrucksvoll schildert. Die Gäste schauten sich nach diesem bewegten Auftakt Bilder und Texte im Foyer des Gymnasiums an, die ihnen die ganze Dramatik und das ganze Leid der Menschen noch einmal vor Augen führte.

Zu sehen ist die Ausstellung bis einschließlich 20. Februar während der Unterrichtszeiten.
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