Schüler machen sich fit gegen Gefahren im Internet

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Jungen und Mädchen von fünf weiterführenden Schulen des Kreisgebietes ließen sich über die Gefahren des Internets informieren und werden ihre Kenntnisse an Mitschüler weitergeben.

Kreis Düren. Eine Spende der Regionalen Initiative Dürener Zahnärzte (RIDZ) an basta! macht es auch in diesem Jahr wieder möglich: Schüler der fünf Schulen Haus Overbach Jülich, Gymnasium Zitadelle Jülich, Realschule Wernersstraße in Düren, dem Rurtal-Gymnasium in Düren und der Anne-Frank-Gesamtschule Mariaweiler lernten drei Tage zusammen in den Räumen der Anne-Frank-Gesamtschule. Das Thema der Veranstaltung, die basta! organisierte, lautete: „Safer Internet – Smart User Jugendliche im Kreis Düren“.

Sigrid Bergsch und Heike Brzezina vom Verein basta! waren am letzten Tag erfreut über die Schülerreaktionen: „Ich fand sehr wichtig, die Täterstrategien kennenzulernen: Woran erkenne ich zum Beispiel, dass es kein 14-Jähriger ist, mit dem ich chatte?“

Oder: „Erschreckend, wie schnell das geht.“ Und Julia meinte: „Ich finde es wichtig, dass ich jetzt weiß, wie ich mit einer Jüngeren in der Schule sprechen kann, wenn sie ein Bild von sich geschickt hat und es ihr jetzt leid tut.“ Kevin von der Realschule Wernersstraße gefielen am besten die Spiele.

Aber auch die Gruppe bekam Lob von Jonas Schweitzer Faust und Alexe Limbach, den beiden Referenten. „Es war eine sehr gute Gruppe, lebhaft und aktiv, mit einer hohen Akzeptanz der verschiedenen Charaktere.“

Das komplette Wochenende und einen Montag hatten sich die Jugendlichen mit den Grundlagen zum Thema „Sexualisierte Gewalt mittels digitaler Medien“, Themen wie „Sexting“, „you now“ („du jetzt“ – Kindern in Echtzeit beim Leben zusehen) und „WhatsApp“ beschäftigt.

Am letzten Tag entwickeln die Achtklässler Ideen, wie sie ihr Wissen an Jüngere in ihrer Schule weitergeben können. In Haus Overbach soll es am Franz-Sales-Tag vier Unterrichtsstunden mit den Sechstklässlern geben. Hierzu wollen sich die neuen „Smart User“ mit den Schülern austauschen, die im vergangenen Jahr am gleichen Programm teilgenommen haben. Im Gymnasium Zitadelle sollen die Module und Spiele in den jüngeren Klassen angeboten werden.

Am Rurtal-Gymnasium gab es so viele Bewerber für die Smart-User-Ausbildung, dass nicht alle Angemeldeten berücksichtigt werden konnten. Diesen wird zunächst ein „Lehrgang“ mit den Smart-User-Teilnehmern angeboten, damit alle auf dem gleichen Wissensstand sind. Mit ihrer Lehrerin Regina Rauh wollen sie überlegen, wie sie die Ideen für die Jüngeren umsetzen. Die Smart-User der Anne-Frank-Gesamtschule sollen am „Safer-Internet-Day“ mit einer fünften Klasse arbeiten.

Eine Schülerin der Anne-Frank-Gesamtschule bedauerte, dass der Lehrgang nur drei Tage dauerte: „Ich könnte noch weiter machen.“ Und sie hätte gerne noch weiter Kontakt, „weil die alle voll nett sind.“ Das kann sie haben: Heike Brzezina vom Verein basta! wird noch zwei Treffen zum Austausch und zur Information anbieten, denn die heutigen Fünftklässler sind mit einer rasanten Entwicklung immer neuer Angebote im Netz konfrontiert.

Am Samstag, 25. April, und Samstag, 26. September, können die ausgebildeten und aktiven Smart-User-Jugendlichen im Kreis Düren, aber auch betreuende Lehrpersonen und Sozialpädagoginnen von 11.30 bis 15 Uhr ihre Erfahrungen miteinander austauschen und neue Methoden kennenlernen.

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