Nideggen - Schüler der Adolf-Kolping-Schule lassen Stolpersteine wieder glänzen

Schüler der Adolf-Kolping-Schule lassen Stolpersteine wieder glänzen

Von: bel
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Nina Stark, Lara Eßer und Lea Kirchner (v.l.) säuberten und polierten die ersten Stolpersteine auf Hochglanz. Dominick Hooremann, Sofie Schöppen, Christa Stahl und Franz-Josef Brandenburg (v.r.) schauen zu. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Mit Initiator Franz-Josef Brandenburg haben fünf Schüler der auslaufenden Adolf-Kolping-Schule Nideggen unter den Augen ihrer Schulleiterin Christa Stahl und des Allgemeinen Vertreters von Bürgermeister Marco Schmunkamp, Dieter Weber, die Stolpersteine in der Altstadt von Nideggen wieder auf Hochglanz gebracht.

Im diesem ersten Einsatz waren Lara Eßer, Nina Stark, Lea Kirchner, Sofie Schöppen und Dominick Hooremann dabei.

Die Aktion „Stolpersteine auf Hochglanz bringen“ startete auf dem Bürgersteig im Altwerk, vor dem Büro des Seniorenhauses Kappen, in dem Samuel Kratz (geboren 1853, ermordet 1935) und seine Frau Therese Kratz (1859 bis 1942) gelebt hatten. Weitere Stolpersteine wurden vor den ehemaligen Wohnhäusern von Emil Schlächter (1886 bis 1945) und seiner Frau Cunigunde Schlächter (1894 bis 1945) geputzt. Andere Gedenksteine im Stadtgebiet erinnern an Norbert Kratz Senior (1874 bis 1940) und seine Gattin Isabella Kratz (geb. 1879). Ihr Todesdatum ist nicht bekannt.

Nach den Sommerferien werden die Stolpersteine in Berg, Embken, Schmidt und Wollersheim von andern Schülern gesäubert, damit Menschen die kleinen mahnmale wieder wahrnhemen und innehalten können, um eine düstere Epoche deutscher Geschichte zu verarbeiten.

Dieter Weber forderte vor dem ehemaligen Haus Schlächter, sich den rechten Tendenzen in der Gesellschaft sowie dem Terror zu widersetzen.

Franz-Josef Brandenburg wies darauf hin, dass bisher 34 Steine verlegt worden sind. Es sei aber, fuhr Brandenburg fort, noch Geld für sieben weitere Steine da. Insgesamt 78 jüdische Bürger waren während der Nazi-Herrschaft aus dem Stadtgebiet von Nideggen deportiert worden.

Sponsoren sind also immer noch willkommen.

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