Schüler bemängeln kaputte Bänke und schlechte Grünpflege

Von: gkli
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Eine Vertreterin der Grundschule „LeNie“, Standort Lendersdorf, legte den Vertretern der Stadt Beweisfotos zum schlechten Zustand der Flure und Klassenräume vor. Foto: Klinkhammer

Düren. „Das hatte ich so nicht vor Augen“, staunte Hans Willi Schroeder vom Amt für Gebäudemanagement. Überhaupt war er, ebenso wie die anderen Mitarbeiter der Verwaltung im Saal, bei der Sitzung des Kinderparlaments im Dürener Rathaus überrascht.

Zwar waren ausnahmsweise nicht viele Kinder anwesend. Aber die, die da waren, bewiesen einmal mehr, wie sehr sich eine derartige Veranstaltung lohnt. Mit Schwung hatte eine junge Vertreterin der Katholischen Grundschule „LeNie“, Standort Lendersdorf, Hans Willi Schroeder „Beweisfotos“ in einem Umschlag auf den Tisch gelegt. Die Schüler der Schule bemängeln unter anderem, dass sich ihre Klassen und Flure seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand befinden. Schroeder versprach, nachdem er sich die Fotos angeschaut hatte, sich vor Ort umzuschauen und für Abhilfe zu sorgen.

Vertreter der KGS Grüngürtel bedankten sich dagegen für die schönen Flure und Klassenräume, die ihnen kürzlich beschert wurden. Allerdings hatten auch sie weitere Verbesserungsideen. So wünschen sie sich für einen Baum auf dem Schulhof eine Sitzbank, die um den Stamm herum aufgebaut werden könnte. Kornelia Giesen vom Amt für Tiefbau und Grünflächen führte daraufhin aus, dass der komplette Schulhof neu gestaltet werden soll. Die Idee der Baumbank nahm sie in diesem Zusammenhang gerne mit.

Als die Kinder der KGS Grüngürtel auf kaputte Bänke und schlechte Grünpflege im Einzugsbereich ihrer Schule zu sprechen kamen, sagte Bürgermeister Paul Larue: „Erwischt.“ Neue Bänke und eine bessere Pflege gelobten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung noch in diesem Monat. „Alles neu macht der Mai“, freute sich der Bürgermeister über die spontane Reaktion seiner Mitarbeiter und das zufriedenstellende Ergebnis.

Schüler der KGS Gürzenich bemängelten eine Baustelle vor ihren Toren, die den Schulweg sehr unsicher mache. In diesem Fall versprach der Bürgermeister: „Dem gehen wir sofort nach, das darf nicht sein.“

Vertreter der KGS „LeNie“, Standort Niederau, bedauerten, dass Baumwurzeln den Schulhofasphalt anheben. Dass vor einer großen Sanierung, möglicherweise im kommenden Jahr, zunächst die schlimmsten Stellen repariert werden, dies versprach Kornelia Giesen.

Weitere Themen wie etwa zu schnelles Fahren trotz 30er-Zone vor Schulen und der Wunsch nach einem Geschwindigkeitsmessgerät, Vandalismus oder die Bitte, mit lautem Gartengerät nachmittags und nicht während der Schulzeit zu lärmen, wurden formuliert. Wird der erste Teil des Kinderparlaments, das mindestens zweimal pro Jahr abgehalten wird, als Frage- und Antwort-Stunde gestaltet, handelt es sich bei der zweiten Stunde um eine Infoveranstaltung. Diese beinhaltet Informationen, welche Angebote es in Düren speziell für Kinder gibt. Auch an diesem Punkt können sich die Schüler der dritten und vierten Klassen regelmäßig einbringen, die zuständigen Mitarbeiter der Stadt fragen und beraten.

Sabine Wagner, Leiterin des Spielpädagogischen Dienstes, und Berthold Becker vom Jugendamt, organisieren das Kinderparlament. Doch bereiten sie die Veranstaltung mit ihrem Team nicht nur vor, sondern auch nach. Alles wird protokolliert und den Ämtern im Nachgang schriftlich zugeschickt. Vom Jugendamt wird dann kontrolliert, ob alle Anfragen wirklich beantwortet wurden.

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