Schüler aus Nideggen bauen ein Hotel für Insekten

Von: Bruno Elberfeld
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Im Beisein von Margit Göckemeyer, Muna Götze, Imker Detlef Helmig und Lehrer Hartmut Belz stellten die Schüler ein Insektenhotel auf. Foto: bel

Nideggen. Hotelzimmer in Südhanglage – im Augenblick sind noch Zimmer frei. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern, denn im und um den Nideggener Kurpark, der im Mai zum Skulpturenpark wird, leben noch viele Insekten, die dieses Zuhause dankbar annehmen werden.

15 Schüler des 7. und 8. Jahrgangs der Adolph-Kolping-Schule haben den Winter über im „Wahlpflichtfach Imkern“ insgesamt fünf Insektenhotels geschreinert. Hobby-Imker Detlef Helmig aus Schmidt hat mit den Schülern, unter der Assistenz von Lehrer Hartmut Belz, das Thema Imkern unter verschiedenen Aspekten erarbeitet. Die Schüler lernten Honigbienen von Wildbienen unterscheiden. Wichtig: Wildbienen leben im Gegensatz zu den Honigbienen allein (solitär) und können dem Menschen nichts anhaben. Die Wildbienen können, wie andere Insekten, ab sofort in das „Kurhotel“ in Skulpturenpark einziehen. Honigbienen sind auf menschliche Betreuung angewiesen.

Kennengelernt haben die Mädchen und Jungen auch den Körperbau der Bienen. Als eindrucksvoll entpuppte sich der Tanz der Bienen. Spannend und entspannend für die Teilnehmer: die vielen außerschulischen Lernorte, die das Klassenzimmer zumindest für eine Zeit vergessen ließen.

Erbaut wurde das Insektenhotel aus Abfallbrettern vom Sägewerk. Das Häuschen wird gegen Regen durch Pappe geschützt. Markige hohle Stängel, Bambusstäbe, Bohrlöcher in einem Eichenklotz, ein hohler Stein, Zapfen verschiedener Nadelbäume, kurz alles was Löcher und Hohlräume aufweist, dient jetzt als Unterschlupf.

Lara Jülich aus der 8a findet das Projekt faszinierend. „Ich mache generell alles gern, was mit Tieren zusammen hängt“, sagt sie. Wobei sie insbesondere die Bienen ins Herz geschlossen hat. Das kann Imker Helmig nur unterschrieben. „Neben Kühen und Schweinen“, erklärt er, „stehen Bienen an dritter Stelle der Nutztiere.“ Ohne Bienen würden weltweit nicht mehr so viele Blüten bestäubt.

Das Insektenhotel, das jetzt im Skulpturenpark auf recht unbürokratischem Weg durch die Initiative von Muna Götze, der Vorsitzenden des Kunst- und Museumsvereins, einen schönen Standort gefunden hat, sollte ursprünglich am Nationalparktor in Nideggen aufgestellt. Viele Bedenken haben diesen Plan scheitern lassen. Demnächst soll im Skulpturenpark eine Linde gepflanzt werden. Besonders die Honigbienen, prophezeite Detlef Helmig, würden ihre Freude daran haben.

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