Schon wieder Ärger über ein Baugebiet in Derichsweiler

Von: sps
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Am „Krummen Bach” regt sich Widerstand: Anwohner und Politiker wehren sich gegen die Bebauung zu beiden Seiten des Gewässers am Ortsrand von Derichsweiler. Foto: sps

Derichsweiler. Mit angedachten Neubaugebieten hat die Stadt Düren im Stadtteil Derichsweiler wenig Glück. „Wieder ein Zankapfel”, kommentiere Verena Schloemer, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stadtrat, jetzt in der Hardtstraße.

Dort regt sich Widerstand gegen ein Neubaugebiet, in dem nach bisherigen Planungen zehn Häuser von einem Investor geabaut werden.

„Nicht notwendig, kein Lückenschluss bestehender Bebauung und ein massiver Eingriff in die Natur”, lautet das übereinstimmende Urteil Verena Schloemers, des SPD-Fraktionsvorsitzenden Henner Schmidt und einem Großteil der Anwohner. Innerhalb von nur drei Tagen haben sie 67 Protestunterschriften gesammelt.

Während die Grünen-Politikerin („Tiere werden sich zurück ziehen und die Landschaft wird zersiedelt”) ökologische Gründe in den Vordergrund stellt und prognostiziert, dass der „Krumme Bach” durch die Baumaßnahme seine ökologische Wertigkeit als naturbelassener Wasserlauf verlieren wird, nennt Henner Schmidt planerische Aspekte, die aus seiner Sicht dem Vorhaben entgegen stehen.

„Wenn Derichsweiler weiter entwickelt werden soll, dann sind zunächst die Baulücken zu schließen. Eine Ausweitung kann nur in Richtung Gürzenich erfolgen”, skizziert er die SPD-Position.

Das anvisierte Baugebiet liegt am nordwestlichen Ortsrand von Derichsweiler, beidseitig der Hardtstraße bis zum so genannten Nievelsteinhaus. Die Notwendigkeit der Ausweisung weiterer Baugebiete im Stadtteil sieht auch Anwohner Hubert Breuer nicht. Von vier Neubaugebieten seien drei belegt, das vierte „In den oberen Laachen” zähle erst sieben statt der erwarteten 30 Häuser.

Große Bedenken haben die Anwohner auch hinsichtlich der ökologischen Folgen. Der „Krumme Bach” müsste mindestens an einer Stelle gekreuzt werden, eventuell sogar bis zu fünfmal. Dazu müsste das Gehölz entlang des Baches entfernt werden.

Ein Gutachten, das vom Investor in Auftrag gegeben wurde, wagt den Spagat: Eigentlich sei das Gelände aus ökologischer Sicht nicht zu bebauen, wenn allerdings besondere Maßnahmen ergriffen werden, sei es durchaus möglich, heißt es sinngemäß im Gutachten. Die Anwohner sehen das anders. „Da wird aus Ackerland Bauland gemacht. Und damit Geld” , so die einhellige Meinung.
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