Frauwüllesheim - Schöner Konzertabend im Kerzenschein mit Cappella Villa Duria

Schöner Konzertabend im Kerzenschein mit Cappella Villa Duria

Von: Bruno Elberfeld
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Stefan Palm, Enny Kim und Ionel Radonici (v.l.) stimmten auf die Vorweihnachtszeit ein. Foto: Bruno Elberfeld

Frauwüllesheim. Die Konzertreihe in der kleinen Kirche St. Mariä Heimsuchung in Frauwüllesheim existiert schon seit etwa 15 Jahren, erinnerte sich Johannes Esser, Dirigent des Chores und des Sinfonieorchesters der Cappella Villa Duria. Und das Programm, so konnte man am ersten Adventssonntag beobachten, ist jedes Jahr so ansprechend, dass das Gotteshaus gut besetzt war.

Unter dem Titel „Nicht nur Barockmusik im Kerzenschein“ traten drei Musiker auf, die die Gäste in den Kirchenbänken begeisterten und sie in die besondere Stimmung der Vorweihnachtzeit versetzte.

Sopranistin Enny Kim kommt aus Süd-Korea, studierte in Seoul Gesang und setzte ihr Studium an der Musikhochschule Köln fort. Schon bald gewann die Sängerin viele Wettbewerbe, national und international. Ausgebildet ist sie sowohl im Opern- als auch im Konzertfach. Die Oboe blies in Perfektion Ionel Radonici aus Rumänien. Er studierte in Bukarest und lebt seit 1973 in Deutschland. 28 Jahre lang war er Oboist beim WDR Sinfonieorchester.

Stefan Palm ist Dozent für Cembalo und Alte Musik an der Aachener Abteilung der Musikhochschule Köln. Sein besonderes Merkmal: Als bisher einziger Student legte er drei Musikexamina ab: Kirchenmusikerexamen, Konzertexamen in Orgel, Cembalo und Klavier.

Von Händel bis Telemann

Die drei Künstler spielten Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Francesco Geminiani (1687-1792), Johann Gottfried Walther (1684-1748), Peter Cornelius (1824-1874), Johann Ludwig Krebs (1713-1780), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Cesar Franck (1822-1890) und Georg Philipp Telemann (1681-1767).

„Es ist eine schöne Musik“, sagte ein Konzertbesucher, „die meditativ in die Vorweihnachtszeit führt.“ An diesem Urteil hatten die drei Künstler einen nicht geringen Anteil. Sie spielten perfekt, intuitiv, angemessen für die Akustik der Kirche, händelten ihre eigenen Instrumente zur Freude der Besucher und – wie es bei vielen Komponisten zu ihrer Zeit gedacht war – zum Lobe Gottes.

Klar und deutlich die Konzertstimme von Enny Kim, die aus den „Neun deutschen Arien“ von Händel, begleitet von Oboe, Cembalo oder Orgel, Texte im Original sang. Mehr gefordert wurde ihr Sopran bei Mozarts „Halleluja“ aus der Motette „Exultate“ und Cesar Francks „Ave Maria“. Es gab viel Beifall.

Eine Konzert-Neuauflage soll es wieder im nächsten Jahr geben.

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