Düren - Schoellerstraße: Behelfsbrücke soll Ende des Jahres stehen

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Schoellerstraße: Behelfsbrücke soll Ende des Jahres stehen

Von: Jörg Abels
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Zwischen der bisherigen Brück
Zwischen der bisherigen Brücke der B56 über die Eisenbahn und dem Bahnstellwerk wird bis Jahresende eine Behelfsbrücke errichtet. Foto: Abels

Düren. Der Termin steht: Die Schoellerstraßenbrücke über die Eisenbahn soll in den Osterferien 2014 abgerissen werden. Das bestätigte Projektleiter Ernst Gombert vom Landesbetrieb Straßenbau NRW am Dienstag auf Nachfrage.

Nach Absprache mit der Deutschen Bahn steht ein Zeitfenster von acht Tagen zur Verfügung, um das in den 1950er Jahren erbaute Stahlbetonwerk der B56 auf konventionelle Weise mit Spezialbaggern abzureißen. Acht Tage, an denen die Bahnstrecke Aachen-Köln komplett gesperrt werden muss.

Nach Jahren der Planung haben zwischenzeitlich bereits die ersten Vorarbeiten für das ambitionierte Verkehrsinfrastrukturprojekt begonnen, das für die Verkehrsteilnehmer erhebliche Behinderungen mit sich bringen wird. Denn statt der bislang vier Fahrspuren stehen dann zwei Jahre lang nur zwei zur Verfügung - eine je Richtung. Aktuell werden nachts bereits die Fundamente für die Behelfsbrücke errichtet, werden Oberleitungsmaste versetzt, erklärt Gombert. Ende Juni/Anfang Juli wird der Auftrag der Behelfsbrücke vergeben. „Ende August/Anfang September soll dann mit dem Bau begonnen werden.”

Die Brücke wird im Baukastenprinzip erstellt und dann sukzessive über die Gleise geschoben. Wenn auch die Zufahrten fertig sind, soll bereits ab Anfang 2013 der Verkehr stadteinwärts über die Behelfskonstruktion fließen. „Für den Autofahrer ändert sich erst einmal nichts”, betont der Projektleiter. In der ersten Phase des Projekts stehen weiterhin je Fahrtrichtung zwei Fahrspuren zur Verfügung. „Wir können aber die marode alte Brücke schon einmal entlasten.”

Und gleichzeitig gewinnen die Straßenbauer Zeit, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, denn der Abbruchtermin in den Osterferien 2014 darf sich angesichts des knappen Zeitfensters auf keinen Fall verzögern.

Zeit, in der aber auch noch weiter an einem intelligenten Verkehrskonzept für die zweijährige Bauzeit gefeilt werden kann. „Wir stehen in engem Kontakt mit Stadt und Kreis Düren, aber auch mit der Bezirksregierung”, erklärt der Projektleiter. Ziel ist es, den Verkehr weiträumig umzuleiten, „eventuell sogar bereits auf der A4 auf den Engpass in Düren hinzuweisen”. Die neue A4-Anschlussstelle Merzenich kann erst ab Herbst 2014 für Entlastung über die B264 sorgen, Ostumgehung (B56n) und die geplante A4-Anschlussstelle bei Luchem sind nach derzeitigem Stand keine Alternativen. „Es wird daher unweigerlich zu Engpässen kommen. Wir hoffen aber auch auf die Kreativität der Verkehrsteilnehmer”, sagt der Projektleiter.

Der Verkehrsfluss ist längst nicht die einzige „Baustelle”, die die Planer noch abarbeiten müssen. Weil die neue Stahlbogenbrücke auf der Schoellerstraße vormontiert werden soll, wird die Brückenstraße und damit die Zufahrt zum Gewebsgebiet Distelrather Straße abgebunden. Auch hier wird noch nach Lösungen gesucht.

Wie vielfältig die Probleme sind, zeigt aber auch ein anderes Beispiel: „Während der Sperrung der Bahnstrecke können beispielsweise die Triebwagen der Rurtalbahn nicht mehr auf dem Betriebshof an der Kölner Landstraße betankt werden”, erklärt Ernst Gombert.
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