Schoellershammer: Millionenprojekt soll Standort sichern

Von: Jörg Abels
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Düren. Die Firma Heinrich August Schoeller Söhne GmbH & Co. KG plant die Erweiterung der Papierfabrik Schoellershammer, um den Betriebsstandort an der Kreuzauer Straße in Niederau-Krauthausen mit seinen gut 220 Arbeitsplätzen langfristig zu sichern.

Dabei liegt der Fokus nach Angaben der Geschäftsführung im Bereich der Produktion von Wellpappenrohpapieren für die Verpackungsindustrie. Nur mit Wachstum in diesem dynamischen Markt könne der Bestand des Unternehmens langfristig gesichert werden, heißt es in einem Schreiben an Bürgermeister Larue.

Geplant ist der Bau einer neuen Papiermaschine mit einer Stoffaufbereitung, die Anlage weiterer Altpapierlagerflächen, Fertigwarenlager und notwendige Logistikflächen. 2006 bekanntgewordene Überlegungen, den Neubau im Industriepark Oberbruch oder am Kraftwerk Weisweiler zu realisieren, wurden nicht zuletzt im Zuge der Wirtschaftskrise gestoppt.

Ein weiterer Grund für die Geschäftsführung, die Neubaupläne jetzt am Unternehmensstammsitz weiterzuverfolgen, ist das Thema Energieversorgung und Energieeffizienz, das in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Um die Energieversorgung des Standorts wirtschaftlich zukunftsfähig zu machen, sei die ohnehin geplante Ausweitung der Produktion zwingend erforderlich, heißt es. Auf Basis der aktuellen Produktionskapazitäten seien die notwendigen Investitionen in die Energieversorgung nicht möglich.

Um die baurechtlichen Voraussetzungen für das Millionenprojekt zu schaffen, hat das Unternehmen nach Vorgesprächen mit Stadt, Kreis und Bezirksregierung jetzt die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beantragt. Nach Prüfung verschiedener Varianten wird dabei der Bau der Papiermaschine im rückwärtigen Bereich des Firmengeländes Richtung Ruraue favorisiert.

Papierlager, Stoffaufbereitung und Parkplätze sollen auf dem südlichen Teil des Betriebsgeländes untergebracht werden. Nachdem sich der Bezirksausschuss Niederau-Krauthausen bereits mit dem Thema beschäftigt hat, befasst sich der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss am kommenden Mittwoch mit den Planungen.
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