Schöffen sind wichtige Säulen der Rechtspflege

Von: hp
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Nach mehrjähriger Tätigkeit als ehrenamtliche Richter wurden die ausgeschiedenen Schöffen im Amtsgericht von Direktor Ulrich Conzen und Richter Dr. Stephan Ebeling verabschiedet. Foto: Innecken-Prüss

Düren. Mindestens fünf Jahre – einige auch deutlich länger – waren die rund 70 Männer und Frauen als Laienrichter beim Amtsgericht Düren als Schöffen oder Jugendschöffen tätig. Sie wurden jetzt mit einer Dankurkunde aus diesem Ehrenamt verabschiedet.

Da sämtliche Verfahren aus dem Kreis Düren, die vor einem Schöffengericht verhandelt werden, beim Dürener Amtsgericht stattfinden, kommen die ehrenamtlichen Richter ebenfalls aus dem gesamten Kreisgebiet.

Ulrich Conzen, Direktor des Dürener Amtsgerichts, erinnerte in einer kleinen Feierstunde daran, dass es in unserem Staat ein wichtiges Gut in der Rechtspflege sei, wenn ein Urteil „im Namen des Volkes“ gesprochen werde.

Diesen Part übernehmen die Schöffen, die in Strafprozessen an ihrer Zivilkleidung zu erkennen sind und neben den an der Robe zu erkennenden Berufsrichtern sitzen. Sie haben übrigens bei der Urteilsfindung das gleiche Stimmrecht wie die Juristen. Conzen machte deutlich, dass „der Blick von Menschen, die mitten im Leben stehen, den Strafverfahren gut tun“. Das Recht an sich sei, wie Conzen weiter ausführte, im Laufe der Jahre immer komplizierter geworden.

Umso bedeutsamer sei bei der Urteilsfindung die Mitwirkung der Laienrichter, von denen vor allem „gesunder Menschenverstand“ erwartet werde. Schließlich sei es gerade in schweren Strafprozessen wichtiger denn je, mit dem Urteil auch den psychischen Belastungen von Opfern und Tätern gerecht zu werden.

An der Abschiedsfeier nahmen rund 30 der ausgeschiedenen Schöffen teil. Sie erhielten von Direktor Conzen und Richter Dr. Stephan Ebeling, der zeitweise als Vorsitzender Richter des Schöffengerichts tätig war, eine Dankurkunde. Frühere Schöffen, die nicht persönlich dabei sein konnten, bekommen ihre Urkunde zugeschickt.

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