Düren - Schnelle Takte und dramatische Klänge

Schnelle Takte und dramatische Klänge

Von: han
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Der Landesblasorchester NRW un
Der Landesblasorchester NRW unter der Leitung von Renold Quade bot ebenso wie das Sinfonische Blasorchester der Musikschule hervorragende Leistungen. Foto: Schmitz

Düren. Ein harmonisches Ganzes mit schnellen Takten, dramatischen Klängen und abwechslungsreichen Tönen bot das Konzert mit dem Landesblasorchester NRW, dem Sinfonischen Blasorchester der Dürener Musikschule und dem „hauseigenen” Klarinettenensemble im Haus der Stadt. Eine gute Wahl hatten die vielen Besucher getroffen.

Spielfreudige, überzeugende Musiker, bestechende Ensembleleistungen unter der musikalischen Leitung von Renold Quade oder Joachim Locker und der „Star” des Abends, Professor Jürgen Dremmler, der einerseits als Solist glänzte und auf der anderen Seite sich als „bescheidener” Mitspieler präsentierte.

Die Klarinette stand im Focus der „Harmoniemusik”-Reihe der Cappella Villa Duria. Sie ist ein Instrument, das klanglich und technisch vielseitig ist. Die Protagonisten des Abends demonstrierten in großartiger Weise die dynamischen Möglichkeiten, die vielen Artikulationsvarianten der Klarinette, unterstrichen ihren faszinierenden Klang. Hoher Musikgenuss, Bigband-Atmosphäre, von Carl Maria von Weber bis Philip Sparke, von sinfonischen Variationen in einer Hommage an Prokofieff bis zu Erinnerungen an Count Basie, von „Friends of Freedom (Karl Deseure), Christian Tölles „Flug des Ikarus”, Gabriele Piernés „Canzonetta” bis zu einem Symphonischen Porträt von A.L. Webber, die musikalische Bandbreite war enorm. Ebenso wie das Spiel der verschiedenen Klangkörper.

Sicherlich auch mit ein Ergebnis des Workshops mit Professor Jürgen Dremmler. Junge Klarinettisten oder jung gebliebene Klarinettisten hatten Gelegenheiten, ihr Spiel zu verbessern, Interpretationsseminare boten Möglichkeiten in Kompositionen für Klarinette tiefer einzusteigen. „Der Gewinn des Workshops war für alle spürbar”, zog Renold Quade eine positive Bilanz. Er hatte den Kontakt zu dem Künstler aufgenommen, der als langjähriger Dozent für Klarinette, Saxophon und Methodik an der Hochschule für Musik in Freiburg unterrichtet hatte und auch als Klarinettist im SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg tätig ist. Er erwies sich als ein exzellenter Solist auf der Bühne, als Klarinettist der Ausnahmeklasse.

Seine Interpretationen von Webers „Concertino” oder Piernés „Canzonetta” verraten eine eingehende Beschäftigung mit den Werken, lassen eine besondere Beziehung zu der Musik der Komponisten erkennen. Ein professoraler Künstler, der das Klarinettenensemble sowie das Sinfonische Blasorchester und das Landesblasorchester zu Höchstleistungen „anstachelte”. Ein gelungener, beeindruckender Konzertabend.
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