Schmunkamp siegt deutlich mit 75 Prozent

Von: Burkhard Giesen
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Klarer Sieger: CDU-Kandidat Peter Hüvelmann (rechts) gratuliert als fairer Verlierer dem neuen Nideggener Bürgermeister Marco Schmunkamp. Foto: Burkhard Giesen
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Die Freude bei Freunden und Bekannten über den Wahlsieg war groß. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Es ist kurz nach 19 Uhr am Sonntag. Marco Schmunkamp betritt den Ratssaal in Nideggen. Jubel brandet auf. Sein Sieg bei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters ist da längst klar, auch wenn es bis zum vorläufigen Endergebnis durch Wahlleiter Dieter Weber noch etwa zehn Minuten dauern wird.

Mit 75,9 Prozent hat sich der parteilose Schmunkamp in der Stichwahl gegen den CDU-Kandidaten Peter Hüvelmann 24,1 Prozent) durchgesetzt. Ein Ergebnis, das sich schon kurz nach 18 Uhr so abgezeichnet hatte. In seinem Heimatort Schmidt holte Schmunkamp gar Ergebnisse von über 90 Prozent – da konnte Peter Hüvelmann auch nicht mehr auf eine Trendwende bei der Briefwahl hoffen.

Schon vor Bekanntgabe des Ergebnisses zeigte sich Hüvelmann als fairer Verlierer und gratulierte Marco Schmunkamp zu seinem Wahlsieg. Er hatte bis zuletzt an seine Chance geglaubt. „So eine Niederlage ist bitter und das wird auch noch ein paar Tage nachwirken“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. Ein positives Fazit zog er dennoch: „Ich habe sehr viele nette Menschen in Nideggen kennengelernt.“

Woran es gelegen hat? „Ausschlaggebend war wohl, dass die Wähler einen ortsansässigen Bürgermeister haben wollten“, vermutet Hüvelmann ob der deutlichen Niederlage.

Auch CDU-Vorsitzender Markus Fischer zeigte sich enttäuscht vom Wahlausgang: „Peter Hüvelmann hat einen guten Wahlkampf gemacht. Dennoch hat Marco Schmunkamp eindeutig gewonnen.“ Dem neuen Bürgermeister bot Fischer eine „faire und offene“ Zusammenarbeit an: „Wir müssen jetzt sehen, wo es Berührungspunkte gibt und was wir gemeinsam erreichen können“, betonte Fischer.

„Überwältigt vom Vertrauen“

Schmunkamp selbst zeigte sich am Sonntag in einer kurzen Ansprache im Ratssaal „überwältigt von dem Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde. Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, die jetzt auf mich zukommen werden.“ Zu den ersten Aufgaben zählt dabei auch das Gespräch mit den Fraktionen von CDU und Menschen für Nideggen. Schmunkamp: „Ich werde das persönliche Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden suchen. In dieser Situation ist es für alle Beteiligten vielleicht schwierig, jemandem Vertrauen zu schenken, den man nicht auf dem Plan hatte.“

„Offen und transparent“

Genau dieses Vertrauen will sich Schmunkamp „durch eine offene und transparente“ Führung des Amtes erarbeiten: „Ich bin mir sicher, dass das in Nideggen zum Ziel führen wird.“ Und auch seinen Anspruch für die Zukunft machte der neue Bürgermeister am Sonntag direkt klar: „Ich würde diesen Job gerne für drei oder vier Legislaturperioden machen, weil man nur dann auch nachhaltig etwas gestalten kann.“

Zeit, den Wahlsieg ausgiebig zu feiern, blieb Marco Schmunkamp Sonntagabend nur begrenzt. Am Montag stand zu Arbeitsbeginn der Dienst im Standesamt an.

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