Schloss Burgau: Die jungen Gäste gehen auf musikalische Reise

Von: Bruno Elberfeld
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Anja Leu sang zur Musik des Streichquartetts das „Andantino-Lied“. Foto: Bruno Elberfeld

Niederau. Ein idyllisches Bild im kleinen Theatersaal von Schloss Burgau: Auf der Bühne agieren Streicher. Vor der Bühne sitzen Kinder zwischen drei und zehn Jahren auf Kissen, beobachtet von ihren Eltern im Zuschauerraum. Dazwischen tanzen, singen und reden die „Andantinos“ Anja Leu und Lisa Klingenberg, wenn sie nicht selbst gerade Musik machen.

Leu und Klingenberg, diplomierte Musikpädagoginnen, nehmen die Kinder und Eltern mit auf eine Entdeckerreise, bei der sie die Saiteninstrumente eines Quartetts kennenlernen. Aktuell sind auf der Bühne zwei Geigen, eine Bratsche und ein Violoncello. Später werden kurzzeitig noch eine Tuba und eine Querflöte hinzukommen. Im Halbdunkel des Zuschauerraums ist es mucksmäuschenstill. Denn die Musikerinnen und der eine Musiker wollen mit den Kindern ein Maifest vorbereiten.

Zu einem Fest – das wissen die kleinen Gäste – gehören viele Dinge, die man beachten muss. Da gibt es Musik, Menschen wollen singen und tanzen, sich in den Hüften wiegen und im Takt in die Hände klatschen. Und wenn man nicht so viele Lieder kennt, muss man welche machen, eine durchaus spannende Angelegenheit. Keinesfalls vergessen darf man den Kuchen und die Getränke. Mit den Leu und Klingenberg fanden die Jungen und Mädchen bald ein sehenswertes Programm.

Eine leichte Melodie erklingt, einigen älteren Gästen kommt sie bekannt vor. Es ist „Der Lindenbaum“, komponiert von Franz Schubert. Und was die Moderatorinnen dazu erzählen, ist schon interessant. Kleine Melodienabschnitte haben die Tonsetzer einfach gängigen Volksliedern entnommen und sie in eigenen Liedern verwendet.

Ein Tanzlied aus der Oper „Hänsel und Gretel“ lässt die Kinder nicht mehr stillsitzen, denn wer von ihnen könnte der Aufforderung „Brüderchen, komm‘, tanz‘ mit mir“ widerstehen? Seit dem Konzert wissen Erwachsene und Kinder, wer die deutsche Nationalhymne gedichtet und vertont hat. Die „Andantinos“ lieferten eine spielerisch perfekte Unterrichtsstunde in Instrumentenkunde.

Einer der vielen Höhepunkte: die tschechische Polka. Schnell hatten die kleinen Beine die Schrittfolgen umgesetzt. Und dann gab es da eine Melodie, aufgeteilt auf vier verschiedenfarbigen Karten. Die Kinder entschieden sich für eine Reihenfolge. Nur der Text fehlte. Gesucht wurden Themen für das Maifest. Mit den Stichwörtern von Seiten der Zuschauer bastelten die beiden Moderatorinnen ein Reimgefüge. Nach kurzem Einüben wurde mit Hilfe der Instrumente daraus ein singbares Lied.

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