Schloss Burgau: Denkmalschutz lehnt Glaskubus ab

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
5967383.jpg
Schöne Idee, aber vom Denkmalschutz abgelehnt: Einen Glaskubus-Anbau wird es an der Hauptburg nicht geben. Foto: Jörg Abels

Niederau. Die Idee klang überzeugend: Um die seit Jahren angestrebte Gastronomie auf Schloss Burgau etablieren zu können, wollte der „Verein der Freunde und Förderer“ einen zweistöckigen Anbau in Form eines Glaskubus rechts vom Renaissance-Erker errichten.

Helmut Harperscheidt, städtischer Gebäudemanager und Mitglied im Vorstand des Vereins, war klar, dass seine Idee bei der Denkmalschutzbehörde keine Jubelschreie auslösen würde. Trotzdem war aber Dinge, eine Genehmigung zu erhalten. Vergeblich, wie sich jetzt herausstellte. Obwohl früher ein dieser Stelle ein Kelterhaus stand und somit aus Sicht Harperscheidts ein Anbau „historisch vertretbar“ gewesen wäre, lehnt die Denkmalschutzbehörde das Vorhaben kategorisch ab, weil der freie Blick auf die Burg nicht verstellt werden dürfte.

Trotzdem wollen die Burgau-Freunde die Gastronomie-Idee noch nicht zu den Akten legen, wie der Vorsitzende Willi Müller am Donnerstag auf Anfrage erklärte. Im Haus Herbede, dem ältesten Gebäude im westfälischen Witten aus dem Jahr 1200, haben sie sich mit Bürgermeister Paul Larue und Dürens Baudezernent Paul Zündorf die dortige Gastronomie angesehen. Und für die wurde im hinteren Bereich des Schlosses ein Anbau vom Denkmalschutz genehmigt. „Dort sind Küche und Toiletten untergebracht“, berichtet Müller. Ähnliches könnte er sich auch auf Burgau vorstellen, obwohl Pläne für einen rückwärtigen Anbau vor Jahren schon einmal von der Denkmalschutzbehörde gestoppt wurden.

Auch die Frage, ob die Wege wirklich zu weit wären, wenn Küche und Gasträume im Bestand der Hauptburg untergebracht würden, will der Vereinsvorstand im Gespräch mit Gastronomen noch einmal abklären. „In Witten sind die Wege auch lang und es geht trotzdem“, hat Willi Müller festgestellt. Und auch über eine Integration von Teilen der Vorburg in ein Gastronomiekonzept denkt der Verein nach. In Witten könne der Gastronom die komplette Anlage nutzen, müsse aber für Veranstaltungen Miete zahlen. Verschiedene Möglichkeiten will der Verein jetzt noch einmal mit Unterstützung eines Architekten durchspielen.

Bis die Gastronomiepläne vielleicht doch noch verwirklicht oder aber endgültig zu den Akten gelegt werden, will der Verein der „Freunde und Förderer von Schloss Burgau“ nicht untätig bleiben. Der Innenhof soll begrünt werden, kündigt Müller schon einmal an. Und auch die erste Insel vor der Burg aus Richtung Niederau soll gärtnerisch gestaltet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert