Toilettenfrau

Schließt die Hauptschule im Sommer 2013?

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
Mangels Schülern hat die Haup
Mangels Schülern hat die Hauptschule Nörvenich keine Zukunft mehr. Die Bezirksregierung empfiehlt die Schließung im Sommer 2013. Foto: Abels

Nörvenich. Die Ansage aus Köln kommt nicht unerwartet: Die Bezirksregierung empfiehlt der Gemeinde Nörvenich, an der Hauptschule im Hauptort nur noch maximal bis zum Ende des Schuljahres 2012/13 festzuhalten und sie dann zu schließen.

Die dann noch an der Gemeinschaftshauptschule Nörvenich vorhandenen Schüler mussten somit ab dem Schuljahr 2013/14 an einer anderen Hauptschule unterrichtet werden.

Damit reagiert die Bezirksregierung auf die seit Jahren rückläufigen Anmeldezahlen an der GHS Nörvenich. Schon im vergangenen Schuljahr konnte eine Eingangsklasse (5. Schuljahr) nur mit einer Ausnahmegenehmigung aus Köln eingerichtet werden, die seitens der Aufsichtsbehörde für das laufende Schuljahr, in dem ganze neun Eltern ihre Kinder in Nörvenich angemeldet hatten, nicht mehr gewährt wurde. Und weil sich an dieser Situation auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird, sei eine Auflösung des Standorts unumgänglich.

Gleichzeitig entkräftet die für die Lehrerzuteilung zuständige Bezirksregierung in einem Schreiben an Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller die Sorge vieler Eltern, ein ordnungsgemäßer Unterricht sei schon jetzt nicht mehr gewährleistet, da bereits zahlreiche Lehrer abgezogen wurden. Es seien derzeit noch ausreichend Lehrkräfte vorhanden, um den Unterricht abzudecken, heißt es dazu aus der Aufsichtsbehörde.

„Wenn es irgendeine Chance geben würde, den Schulstandort zu retten, wären wir die letzten, die darüber nicht nachdenken würden”, kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Küpper am Montag auf DZ-Nachfrage die Situation. „Nur sehe ich keine realistische Chance, nachdem mit der Gemeinde Vettweiß der einzige mögliche Kooperationspartner abgewunken hat.”

Nachdem die Nörvenicher Bündnisgrünen die Errichtung einer Sekundarschule in einem Schulzweckverband mit Vettweiß beantragt hatten, kam aus Vettweiß prompt die Absage. Der Rat dort will am eigenen Hauptschulstandort festhalten.

Zur Diskussion steht damit nur noch der Antrag der FDP, am Standort Nörvenich eine klassische zweizügige Realschule mit berufsorientiertem Schwerpunkt und Ganztagsunterricht zu gründen. Die Liberalen gehen davon aus, dass die dafür benötigten Schüler auch aus Düren oder Kreuzau gewonnen werden könnten.

Schulausschuss und Elterninformationsabend

Mit der Frage der Schließung wird sich der Schulausschuss der Gemeinde am Montag, 14. November, 18 Uhr, im Sitzungssal des Rathauses beschäftigen.

Bereits einen Tag später, am Dienstag, 15. November, ist für 19 Uhr eine erste Information der Eltern in der Aula der Hauptschule geplant, an der neben Vertretern der Gemeindeverwaltung als Schulträger auch der stellvertretende Schulrat teilnehmen soll, um über die schulfachliche Seite einer Auflösung zu informieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.