Schelleis tritt ab: „Sie waren eine ideale Besetzung“

Von: sj
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Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe (Mitte), übergab Generalmajor Helmut Schütz (rechts) das Kommando. Der bisherige Kommandierende General des Luftwaffenkommandos, Martin Schelleis, wird als Inspekteur der Streitkräftebasis das Kommando in Bonn übernehmen. Foto: Stephan Johnen

Nörvenich. „Sie waren der richtige Mann zur richtigen Zeit, eine ideale Besetzung“, lobte Generalleutnant Karl Müllner den aus Düren stammenden Kommandierenden General des Luftwaffentruppenkommandos, Martin Schelleis.

100 Tage stand Schelleis an der Spitze des Kommandos, das zur Vorbereitung eines Einsatzes von Luftstreitkräften alle wesentlichen Aufgaben plant, koordiniert und steuert. Schelleis hatte im Vorfeld maßgeblich am Aufbau dieses Kommandos mitgearbeitet.

Die dem Luftwaffentruppenkommando unterstellten Verbände umfassen rund 25 000 militärische und zivile Angehörige. Laufende Einsätze sind beispielsweise der Einsatz der PATRIOT-Raketenabwehr in der Türkei und die NATO-Mission zur Luftraumüberwachung und zum Luftraumschutz im Baltikum.

Gestern nun fand auf dem Fliegerhorst Nörvenich ein Übergabeappell statt. Generalmajor Helmut Schütz übernimmt die Aufgaben von Martin Schelleis, der wiederum Inspekteur der Streitkräftebasis wird. „Die Situation ist nicht einfach. Aber das ist sie seit Jahren nicht“, sagte Schelleis, der sich bei allen Soldaten und Mitarbeitern für deren Einsatz bedankte.

„Allenthalben unternehmen unsere Männer und Frauen große Anstrengungen, um das Beste aus einer von Umstrukturierungen, Personalengpässen und Materialknappheit geprägten Arbeitsumgebung zu machen.“ Die Überraschung mancher Politiker über die „öffentlich diskutierte niedrige Einsatzbereitschaft“ habe viele Soldaten enttäuscht.

Schelleis: „Dennoch bin ich froh über die Diskussion um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr im Allgemeinen und die der Luftwaffe im Besonderen. Trifft sie doch auf ein gestiegenes Interesse der deutschen Öffentlichkeit an ihrer Armee, was angesichts der lodernden Brände rings herum an Europas Grenzen nicht verwundert.“

Innerhalb der Bundeswehr seien „Maßnahmen zur Abhilfe“ eingeleitet worden. Viele Problemursachen und Lösungswege würden allerdings außerhalb des Einflussbereiches der Bundeswehr liegen. „Nun sind auch die am Zug, ihren Beitrag zur Abhilfe zu leisten, die sich so entsetzt zeigten“, sieht er auch die Politik in der Pflicht.

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