Düren - Scheitert das Terminalprojekt am Vorbahnhof?

Scheitert das Terminalprojekt am Vorbahnhof?

Von: Jörg Abels
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Düren. Mit Blick auf die ambitionierten Containerterminalpläne der Rurtalbahn wird die Zeit offenbar knapp. Wenn nicht bald ein positives Signal der Stadt Düren komme, sei das Projekt an der Bahnstrecke zwischen Arnoldsweiler und Merzenich tot, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen.

Denn die Konkurrenz schläft nicht. Längst haben Großstädte wie Düsseldorf und auch der Rhein-Kreis Neuss eigene Standortgutachten in Auftrag gegeben, um sich die zukunftssicheren Arbeitsplätze in der Logistikbranche und Millionen Euro an Fördermitteln zu sichern.

Die Stadt müsse sich entscheiden, ob sie bereit ist, den Weg auf dem Vorbahnhofgelände trotz der Bürgerproteste mitzugehen, heißt es, ansonsten müssten die Initiatoren den laut Gutachten des Frauenhofer-Instituts nächstbesten Standort in der Region Düren-Aachen in Angriff nehmen, um den bereitstehenden Investor nicht zu verlieren: Merzbrück.

Aus dem Rennen ist nach DZ-Informationen die zuletzt noch im Raum stehende Alternative im Gewergebiet Rurbenden in der Gemeinde Niederzier. Nicht nur die Anbindung würde mehrere Millionen Euro an Mehrkosten verschlingen, auch Probleme mit Abstandsflächen und Grunderwerb sprechen offenbar endgültig gegen das Areal.

„Wir lassen uns den schwarzen Peter nicht in die Schuhe schieben“, verteidigte Dürens Bürgermeister Paul Larue am Montag auf Nachfrage die bisherige Zurückhaltung der Stadt. Man habe sich seit Vorstellung der ersten Idee im Bezirksausschuss Arnoldsweiler vor Jahresfrist nicht konkret geäußert, weil noch überhaupt keine konkreten Pläne vorliegen, betonte Larue. „Es gibt noch tausend offene Fragen.“

Er bestätigte allerdings, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, das prüfen sol, inwieweit die Logistik für den Standort Düren ein Thema der Wirtschaftsförderung ist. Das Ergebnis – nach DZ-Informationen soll der Gutachter das Projekt am Vorbahnhof sehr positiv bewerten und sogar noch größere Flächen befürworten – werde erst im Verwaltungsvorstand, dann mit den Fraktionsvorsitzenden und möglichst noch vor Ostern auch öffentlich mit Fachleuten und Bürgern diskutiert.

Die Aussicht auf Hunderte Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung seien viel zu ernste Themen, um sie vorschnell abzuhaken, betonte Larue, der aber auch die Sorgen der Anwohner ernstnehme.

Derweil warten die Planer weiter auf ein positives Signal aus dem Rathaus, um in einem ersten Schritt eine Entwicklungsgesellschaft zu gründen, die Anträge beim Land stellen kann und parallel Gutachten zur Beurteilung der tatsächlichen Belastung am Vorbahnhof in Auftrag geben soll, möglichst in Verbindung mit einer Computer-Animation.

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