Schattenspiel: „(K)ein Platz für die Liebe“

Von: Gudrun Klinkhammer
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Schattenspiele standen am Montagabend auf dem Programm im Bühnensaal der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker & Funck“ in Düren. Die Schülerinnen des St.-Angela-Gymnasiums ernteten aufbrausenden Applaus für ihre Darbietung. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Schwarze Vorhänge und verdunkelte Fenster begrüßten die Besucher im Bühnensaal der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker und Funck“. Nicht umsonst hatten die Akteure der Veranstaltung, die den Titel „(K)ein Platz für die Liebe“ trug, das Licht ausgesperrt. 38 Schülerinnen des St.-Angela-Gymnasiums führten ein Schattenspiel-Musical auf, was ihnen auch ausgezeichnet gelang.

Zunächst präsentierten Schülerinnen der achten Klassen, die dem Differenzierungskurs „Musischer Bereich“ angehören, ein Vorprogramm. Dabei handelte es sich um Sequenzen zur Schöpfungsgeschichte. Die Schüler hatten ihrer Fantasie freien Lauf gelassen, Musik und Bilder selber gestaltet und zusammengestellt. Als Standbild und immer wieder kehrender optischer Refrain wählten sie zwei Figuren, die ein Knäuel Wolle abwickelten.

Hauptakt des Abends war dann eine neue und auf Düren zugeschnittene Interpretation der berühmten „West Side Story“, dargestellt von den Teilnehmerinnen des Differenzierungskurses „Musischer Bereich“ der neunten Jahrgangsstufe. Toni und Maria, ein Charakter aus der Gruppe der Skater und ein Charakter aus der Gruppe der Snobs, verlieben sich ineinander.

Vordergründige Szenengestaltung wechselte sich mit hintergründigem Schattentheater ab. Romantik und Coolness trafen aufeinander. Die Sehnsucht nach einer heilen Welt wird formuliert, in der die Liebe ihren Platz hat. Ein nach wie vor schwieriges Unterfangen.

Angeleitet wurden die Schülerinnen von ihren Lehrerinnen Christina Kleinlosen und Konstanze Weber-Hürte. Beide Pädagoginnen zeigten sich verblüfft, was die rasante Entwicklung ihrer Schützlinge anging. Kleinlosen: „Beeindruckt sind wir von der schauspielerischen Entwicklung der Schülerinnen in den vergangenen Wochen. Von der anfänglichen Schüchternheit ist nichts mehr zu spüren. Sie haben keine Scheu, auf der Bühne Emotionen zu zeigen.“

Bei den Lichteffekten erhielten die Schülerinnen professionelle Unterstützung von Lichtkünstler Elmar Valter.

Nicht nur am gebührenden Applaus zum Schluss der Darbietung, auch am immer wieder aufbrausenden Szenenapplaus ließ sich die Begeisterung der rund 70 Besucher der Vorstellung an diesem Abend ablesen.

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